Nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff wird jetzt eine Flugbegleiterin der niederländischen Fluglinie KLM in einem Spital in Amsterdam auf das Virus untersucht. Laut einem Sprecher vom niederländischen Gesundheitsministerium ist die Frau mit leichten Beschwerden ins Spital eingeliefert worden.
Wie die niederländischen RTL-Sender berichten, hatte die Flugbegleiterin Kontakt mit einer Niederländerin, die am 25. April kurz auf einer KLM-Maschine war und später in Südafrika an den Folgen einer Hantavirus-Infektion gestorben ist. Diese Frau war zuvor auf dem Kreuzfahrtschiff gewesen, auf dem auch schon ihr Mann am Hantavirus gestorben war.
KLM hat am Mittwoch mitgeteilt, die Frau sei vor dem Start in Johannesburg "kurzzeitig" an Bord der Maschine gewesen. Wegen ihres "Gesundheitszustands" habe die Besatzung jedoch entschieden, "sie nicht auf diesem Flug mitreisen zu lassen". Die Frau musste also wieder aussteigen, das Flugzeug flog ohne sie nach Amsterdam. Nach Angaben von KLM nehmen die niederländischen Gesundheitsbehörden nun "vorsorglich" Kontakt zu allen Fluggästen auf.
Das niederländische Kreuzfahrtschiff "Hondius" hatte zuletzt mehrere Tage vor Kap Verde vor der Westküste Afrikas geankert, nachdem das Hantavirus an Bord festgestellt worden war.
Ein erster Passagier aus den Niederlanden ist laut dem Kreuzfahrtveranstalter Oceanwide Expeditions am 11. April an Bord gestorben. Seine Frau ist am 24. April auf der Insel St. Helena im Südatlantik von Bord gegangen, nach Johannesburg geflogen und dort am 26. April im Spital gestorben. Am 2. Mai ist auf dem Schiff außerdem eine Deutsche verstorben.