Nach Hondius-Ausbruch

Hantavirus: Was du jetzt wissen musst

Der Hantavirus-Ausbruch auf dem Schiff Hondius sorgt für Aufsehen. Auch bei uns gibt es Hantaviren - doch sie sind weniger gefährlich.
Technik Heute
16.05.2026, 19:33
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Der Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" hat weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Bisher wurden elf Fälle gemeldet, darunter drei Todesfälle. In acht Fällen wurde das Andesvirus nachgewiesen - der einzige Hantavirusstamm, der von Mensch zu Mensch übertragbar ist.

Doch auch in Deutschland und Österreich kommen Hantaviren vor. Diese heimischen Typen werden allerdings nicht von Mensch zu Mensch übertragen, sondern über Ausscheidungen infizierter Mäuse und Ratten.

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Wie der Spiegel berichtet, verlaufen Infektionen mit den heimischen Hantaviren häufig unbemerkt oder mild. Nur selten rufen sie schwere Erkrankungen hervor. Deutschland gehört zu den Ländern mit den meisten Hantavirusfällen in Europa.

Rötelmäuse als Überträger

Hauptüberträger des sogenannten Puumalavirus ist die Rötelmaus. Für 2026 wurden mehrere Landkreise in Bayern und Niedersachsen als Hochrisikogebiete eingestuft, darunter Osnabrück, Regen, Deggendorf und Freyung-Grafenau.

Bei dem Ausbruch auf der Hondius starben ein niederländisches Ehepaar und eine Frau aus Deutschland. Mehr als 120 Passagiere und Besatzungsmitglieder verließen das Schiff und traten von Teneriffa aus die Heimreise an.

Im Gegensatz zum gefährlichen Andesvirus auf der Hondius folgen die heimischen Hanta-Infektionen anderen Regeln: Eine Ansteckung erfolgt typischerweise beim Einatmen von kontaminiertem Staub, etwa beim Aufräumen von Garagen, Schuppen oder Dachböden, wo Nagetiere ihre Spuren hinterlassen haben.

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