Der Herzog von Sussex arbeitet gemeinsam mit Herzogin Meghan an einem neuen Filmprojekt für den Streamingdienst Netflix. Im Mittelpunkt steht die Geschichte britischer Soldaten im Afghanistan-Krieg.
Der Film basiert auf dem Buch "No Way Out" von Major Adam Jowett. Er erzählt die Geschichte einer britischen Einheit, die 2006 in der afghanischen Provinz Helmand über Wochen unter massivem Taliban-Beschuss stand.
Wie "Newsweek" berichtet, wurde das Projekt bekannt, nachdem US-Präsident Donald Trump mit Aussagen über NATO-Soldaten für Kritik gesorgt hatte. Er vermittelte den Eindruck, viele alliierte Truppen hätten sich während des Afghanistan-Krieges im Hintergrund gehalten.
In Großbritannien sorgten diese Aussagen für Empörung. Veteranen und Politiker warfen Trump vor, den Einsatz gefallener Soldaten kleinzureden. Prinz Harry meldete sich damals über einen Sprecher zu Wort und erinnerte daran, dass NATO-Partner nach den Anschlägen vom 11. September an der Seite der USA gekämpft hätten.
Für den 41-jährigen Prinzen ist das Thema persönlich. Harry absolvierte selbst zwei Einsätze in Afghanistan - zunächst als Luftbeobachter, später als Bordschütze eines Apache-Kampfhubschraubers. In seinen Memoiren "Reserve" schrieb er offen über die psychischen Belastungen dieser Zeit.
Royal-Experten sehen in dem Netflix-Film mehr als nur ein Streaming-Projekt. Harry will damit seine Verbundenheit zu britischen und internationalen Soldaten zeigen. Allein Großbritannien verlor Hunderte Soldaten im Afghanistan-Einsatz.