Oprah-Interview, Netflix-Doku, Enthüllungsbuch und jahrelange Eiszeit – seit ihrem spektakulären Royal-Aus 2020 ließen Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (45) kaum eine Gelegenheit aus, um über ihre Erfahrungen innerhalb der britischen Königsfamilie zu sprechen.
Jetzt könnte sich das Blatt allerdings wenden.
Wie aktuell berichtet wird, sollen Harry und Meghan darüber nachdenken, sich öffentlich bei König Charles (77) zu entschuldigen. Hintergrund ist die vorsichtige Annäherung zwischen den Sussexes und dem Monarchen, die in den vergangenen Monaten deutlich an Fahrt aufgenommen hat.
Bestätigt ist dieser Schritt allerdings nicht. Weder Harry und Meghan noch der Buckingham-Palast haben eine bevorstehende Entschuldigung angekündigt.
Eine solche Geste wäre dennoch bemerkenswert.
Seit ihrem Rückzug als arbeitende Royals machten Harry und Meghan immer wieder schwere Vorwürfe gegen das Königshaus öffentlich. Im Interview mit Oprah Winfrey 2021 berichteten sie unter anderem von Konflikten hinter den Palastmauern und Gesprächen innerhalb der Familie über die Hautfarbe ihres damals ungeborenen Sohnes Archie.
Es folgte 2022 die Netflix-Dokumentation "Harry & Meghan". Anfang 2023 legte Harry schließlich mit seiner Autobiografie "Spare" nach. Darin schrieb er ausführlich über sein Verhältnis zu Charles und vor allem über den Streit mit seinem Bruder Prinz William.
Das Vertrauen innerhalb der Familie gilt seitdem als schwer beschädigt. Royal-Kommentator Richard Fitzwilliams betonte noch vor wenigen Wochen, dass genau dieses fehlende Vertrauen das größte Hindernis für eine dauerhafte Rückkehr Harrys nach Großbritannien sei.
Doch inzwischen gibt es erstmals seit Jahren Bewegung.
Im Juli kam es auf Highgrove zu einem privaten Treffen zwischen Charles und der Familie seines jüngeren Sohnes. Harry reiste gemeinsam mit Meghan sowie Prinz Archie und Prinzessin Lilibet an.
Für Charles war es ein besonders bedeutendes Wiedersehen: Meghan und die Kinder hatte der König seit 2022 nicht mehr persönlich gesehen. Der Buckingham-Palast bestätigte das Treffen, veröffentlichte aber weder Fotos noch Details über die Gespräche.
Royal-Beobachter werteten die Zusammenkunft trotzdem als wichtigen Wendepunkt.
Harry soll nun weitere Besuche in Großbritannien planen. Genau deshalb könnte eine öffentliche Geste gegenüber seinem Vater plötzlich eine Rolle spielen. Aktuelle Berichte sprechen davon, dass weitere Reisen bereits angedacht seien.
Doch selbst eine Entschuldigung bei Charles würde den jahrelangen Royal-Streit wohl nicht automatisch beenden.
Denn während der König offenbar bereit ist, sich seinem jüngeren Sohn wieder anzunähern, gilt das Verhältnis zwischen Harry und William weiterhin als völlig zerrüttet.
Schon beim Familientreffen auf Highgrove fehlte William. Royal-Kommentator Fitzwilliams interpretierte seine Abwesenheit als deutliches Signal: Charles könne zwar versuchen, Frieden mit Harry zu schließen, sein ältester Sohn ziehe derzeit aber weiterhin eine klare Grenze.
Damit könnte ausgerechnet William zum schwierigsten Teil der möglichen Royal-Versöhnung werden.
Hinzu kommt die Frage, wofür sich Harry und Meghan überhaupt entschuldigen würden.
Bislang gibt es weder Angaben zum möglichen Wortlaut noch dazu, ob sich eine Entschuldigung ausschließlich an Charles oder auch an andere Mitglieder der Königsfamilie richten könnte.
Und genau darin liegt das Problem. Die Konflikte der vergangenen Jahre betrafen schließlich nicht nur den König. Besonders William und Prinzessin Kate wurden in Harrys Memoiren und den öffentlichen Auseinandersetzungen immer wieder thematisiert.
Dass mit einem einzigen öffentlichen "Sorry" plötzlich alles vergessen wäre, erscheint daher unwahrscheinlich.
Trotzdem wäre bereits die Tatsache, dass Harry und Meghan eine solche Entschuldigung tatsächlich in Betracht ziehen, eine bemerkenswerte Kehrtwende.