Nach dem harten Weg durch die Qualifikation endete das WTA-1000-Turnier in Cincinnati für Österreichs Tennis-Hoffnung Lilli Tagger bereits in der ersten Runde. Die Osttirolerin musste sich nach einer Satzführung und harten 2:35 Stunden der 22-jährigen Talia Gibson aus Australien mit 6:4, 1:6 und 5:7 geschlagen geben. Die Weltranglisten-65. behielt gegen Tagger in der Entscheidung die Nerven. In einem Entscheidungssatz, in dem es gleich sieben Breaks gegeben hatte.
Gibson bekommt es nun mit der topgesetzten und Weltranglisten-Ersten Arina Sabalenka aus Belarus zu tun.
In Satz eins hatte Tagger nach einem ausgeglichenen Start das entscheidende Break im siebten Game geschafft, auf 4:3 gestellt. Schon beim Stand von 5:4 ließ die Osttirolerin zwei Satzbälle liegen, ihre australische Gegnerin verkürzte noch einmal. Ehe Tagger dann zum 6:4 ausservierte.
In Satz zwei war bei der erst 18-Jährigen aber plötzlich der Faden gerissen. Tagger hatte noch zum 1:1 ausgeglichen, ehe die Osttirolerin gegen ihre 22-jährige Gegnerin keinen Stich mehr machte. Gibson machte fünf Games in Folge, machte zwei Breaks am Stück und ließ Tagger nicht mehr in den Satz zurück. Auch, weil die Osttirolerin beim Stand von 1:4 einen Spielball nicht verwerten konnte. So machte Gibson den Satz mit 6:1 zu.
Eine echte Nervenschlacht wurde dann der dritte Durchgang, der deutlich über eine Stunde gedauert hatte und in einem Break-Festival endete. Dabei war Tagger mit einem Break schnell auf 3:0 davongezogen, ehe Gibson ausglich, sich den Aufschlag der Osttirolerin schnappte. Danach folgten gleich fünf Breaks in Folge, stemmte sich Tagger beim Stand von 4:5 noch gegen die Niederlage. Doch die 22-Jährige aus Perth behielt dann die Nerven und nützte ihren zweiten Matchball – 7:5.