Grasl-Rallye im Waldviertel

Rallye-Fieber mit 15.000 Fans & 83 Wertungskilometer

Am 18. & 19.09 rollt die Grasl-Rallye erstmals durchs Waldviertel. Bei der PK in Wien wurden nun Strecke, Starterfeld und Zeitplan präsentiert.
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14.08.2026, 11:56
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Es ist ein Termin, den sich Rallye-Fans in ganz Österreich rot im Kalender anstreichen: Am 18. und 19. September 2026 erwacht die Rallye-Tradition im Waldviertel wieder zum Leben. Die TOYOTA Keusch Grasl-Rallye-Horn powered by Sonax und Schremser geht als achter von neun Läufen der Austrian Rallye Challenge (ARC) über die Bühne und tritt damit das Erbe der legendären Waldviertel-Rallye an. Bei der Pressekonferenz in der Wiener Zentrale von Hauptsponsor Toyota Keusch fiel am Mittwoch der offizielle Startschuss für die Premiere.

Namensgeber ist der wohl berühmteste Sohn der Region: Räuberhauptmann Johann Georg Grasel, der Anfang des 19. Jahrhunderts das Waldviertel unsicher machte, ehe er ausgerechnet in Mörtersdorf gefasst wurde. Genau dieser Ort ist heuer das Epizentrum der Rallye inklusive des Traditionsgasthofs Graslwirt.

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Acht Sonderprüfungen, 83,45 Wertungskilometer

Der Zeitplan steht: Freitag, 18. September, gehört der Show. Ab 19 Uhr rollen die Boliden, in umgekehrter Startreihenfolge & maximal drei Minuten pro Teilnehmer, über den Hauptplatz von Gars am Kamp zum Zeremonienstart.

Samstag, 19. September, wird dann ernst. Um 11 Uhr öffnet sich in Mörtersdorf das Startportal, danach warten acht Sonderprüfungen über 83,45 Wertungskilometer. Insgesamt legen die Teams inklusive Verbindungsetappen 192,07 Kilometer zurück – der Wertungsanteil liegt bei stattlichen 43,45 Prozent.

Gefahren wird auf drei Prüfungen, die im Lauf des Tages wiederholt werden:

  • SONAX (6,82 km) – zweimal, um 11.10 und 13 Uhr
  • RK TOYOTA KEUSCH (16,68 km, zwei Runden plus Ausfahrt) – dreimal, um 11.45, 14.35 und 18.05 Uhr
  • SCHREMSER (6,59 km) – dreimal, um 15.50, 17.30 und 19.10 Uhr

Dazwischen liegen zwei Regroups und zwei Service-Zeiten im Rallyezentrum Mörtersdorf (14.15 und 17.10 Uhr). Die Zielankunft ist für 19.25 Uhr angesetzt, um 19.30 Uhr schließt der Parc fermé. Praktisch die gesamte Ortschaft Mörtersdorf wird an beiden Tagen zur Servicezone.

Der Meisterschaftsführende kommt

Sportlich hat die Premiere einiges zu bieten. Zugesagt hat Hermann Neubauer: Der 38-jährige Salzburger führt aktuell die Staatsmeisterschaft an, hat heuer bereits in Weiz und im Murtal gewonnen, wurde im Lavanttal Gesamtzweiter und bei der Jännerrallye Vierter. Ende August kann sich der zweifache Champion (2016, 2019) bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye seinen dritten Staatsmeistertitel sichern.

Neubauer weilt derzeit mit seiner Familie auf Urlaub und meldete sich per Videobotschaft: „Ich freue mich riesig darauf. Danach steht für mich die Toyota Keusch Grasl Rallye auf dem Programm. Eine coole Geschichte." Ein besonderer Dank ging an Mitorganisator Hermann Haslauer: „Danke, dass du dir das antust."

Ebenfalls angekündigt hat sich Österreichs Rekord-Champion Raimund Baumschlager – 14-facher Staatsmeister. Und auch Luca Waldherr, Vizemeister von 2024, will starten, sofern es sein Terminplan zulässt.

320 PS aus drei Zylindern

Neubauers Arbeitsgerät ist ein Toyota GR Yaris Rally2 aus dem Fuhrpark von ZM-Racing. Teamchef Max Zellhofer war bei der Pressekonferenz vor Ort und lieferte die technischen Eckdaten: Ein 1,6-Liter-Dreizylinder-Turbo (G16E-GTS) mit rund 320 PS, FIA-Mindestgewicht von 1.230 Kilogramm, sequenzielles Fünfgang-Getriebe und Allradantrieb.

„Bei uns braucht sich kein Fahrer um etwas kümmern, außer aufs Fahren", so Zellhofer, dessen Mannschaft heuer bereits als bestes Team der Saison feststeht.

Dass Toyota im Rallyesport derzeit das Maß aller Dinge ist, unterstreicht die Bilanz auf WM-Ebene: Nach einer Rekordsaison 2025 mit zwölf Siegen in 14 Läufen stellt das Werksteam von Jari-Matti Latvala aktuell die ersten fünf der WM-Gesamtwertung.

„Ohne die Region geht gar nichts"

Mindestens so wichtig wie die PS-Zahlen ist für die Veranstalter aber ein anderer Faktor. Organisator Max Maier, der den Löwenanteil der Vorbereitungen rund um Mörtersdorf stemmt, betonte im Gespräch mit Heute, dass eine Veranstaltung dieser Größenordnung ohne die Unterstützung der gesamten Bevölkerung, der örtlichen Vereine und der Betriebe in der Region schlicht nicht machbar wäre. Sperren, Helfer, Verpflegung, Quartiere – all das funktioniere nur, weil die Menschen im Raum Horn mitziehen.

Die Zahlen dahinter sind beachtlich: Die Organisatoren rechnen mit rund 80 Teilnehmern und etwa 15.000 Zuschauern. Daraus ergeben sich geschätzte 500 bis 800 Nächtigungen im Raum Horn – und ein Zusatzeinkommenseffekt für die Region von rund einer Million Euro in Gastronomie, Beherbergung und Handel.

Gegründet wurde die Rallye laut Veranstalter genau mit diesem Ziel: den Standort Horn und Umgebung wirtschaftlich zu bewerben, medial zu präsentieren und zu beleben.

Die Sponsoren im Rücken

Zweiter Organisator ist Hermann Haslauer, in der Szene als aktiver Pilot bekannt und als Vorstandsmitglied des Ferrari Clubs Austria bestens vernetzt. Er machte bei der Pressekonferenz keinen Hehl daraus, wie entscheidend die Partner sind: „Für jede Großveranstaltung benötigt man Sponsoren, anders geht es nicht. Dass die Zeiten für derartige Investitionen für Firmen immer schwieriger werden, ist allgemein bekannt."

An Bord sind neben Hauptsponsor Toyota Keusch die Firmen Sonax, Schremser Bier, Murauer Murelli, die Druckerei Berger und die Firma Kammerhofer in Horn. Für Toyota Keusch war Geschäftsführer Mag. Martin Gartner vor Ort, Toyota Austria war durch Mag. Michael Bruckner und Marianne Papic vertreten.

V.l. Mag. Michael Bruckner, Mag. Martin Gartner, Max Maier, Hermann Haslauer & Marianne Papic
Kristian BISSUTI

Für die Waldviertler Privatbrauerei Schremser, die als unabhängige Familienbrauerei fest in der Region verwurzelt ist, war Geschäftsführer Karl Trojan bei der Pressekonferenz dabei.

Schremser ist dabei nicht nur Namensgeber im Rallye-Titel, sondern auch einer Sonderprüfung – ein Sponsoring mit direktem Bezug zur Region also. Ein Hingucker im Rallyezentrum wird außerdem ein Ausstellungsstück, das Manfred Stohl zur Verfügung stellt: ein Original-Elektrobolide von Ken Block.

Tickets, Partys und ein Blick auf 2027

Für Fans gibt es Standard-Eintrittsbänder ab 15 Euro (ab 15 Jahren) sowie VIP-Tickets in den Kategorien Bronze, Silber, Gold und Platin. Das Platin-Package um 449 Euro umfasst unter anderem VIP-Parkplatz, Verpflegung und einen 15-minütigen Hubschrauberrundflug über die Sonderprüfungen. Auch VIP-Mitfahrten im Rallye-Boliden sind buchbar.

Und weil eine Waldviertler Rallye ohne Feiern nur die halbe Miete wäre: Am Freitag- und am Samstagabend steigen jeweils zünftige Rallye-Partys. Details folgen in einer Aussendung vor dem Event.

Der Blick geht dabei schon weiter: Je nachdem, wie die Premiere vom Publikum angenommen wird, könnte die Grasl-Rallye 2027 sogar als Lauf zur Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft (ORM) eingereicht werden. Auch Neubauer griff das in seiner Videobotschaft auf: „Im Waldviertel gibt es viele fanatische Rallyefans, die das begrüßen würden."

{title && {title} } advertorial, {title && {title} } Akt. 14.08.2026, 12:02, 14.08.2026, 11:56
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