Harter Schlag gegen Glücksspielmafia in Österreich

Bei einer Aktion scharf gegen die Glücksspielmafia in fünf Städten: 91 Automaten wurden beschlagnahmt, auch die Spezialeinheit Cobra musste anrücken.

"Rien ne va plus" hieß es Montagabend in gleich mehreren illegalen Spielkasinos. Die Finanzpolizei konnte in einem konzertierten Einsatz der Glücksspielmafia einen schweren Schlag versetzen. Knapp 80 Beamte stürmten gleichzeitig 17 Einsatzorte in Linz, Wels, Steyr, Traun und Wien.

Da die Lokale laut der Finanzpolizei über ein "nahezu perfektes Vorwarnsystem" verfügen, musste das gemeinsame Vordringen streng koordiniert werden. Solch illegale Spielhöllen befinden sich meist in verdeckten, vermeintlich geschlossenen Gassenlokalen mit persönlicher Zutrittskontrolle.

Cobra musste anrücken

Lediglich ein Standort war nicht in Betrieb. Der Zutritt zu den Lokalen wurde freiwillig gewährt, daher mussten die Türen nicht zwangsweise geöffnet werden. Allerdings waren in fünf Standorten die Geräte mit dem Boden verschraubt und konnten nur durch einen Assistenzeinsatz der Feuerwehr entfernt werden.

In Wels musste schließlich auch das Einsatzkommando Cobra ausrücken, um die Geräte aus den Befestigungen zu lösen.

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP)
Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP)GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com
Gratulation

"Die Bilanz der Einsatznacht kann sich sehen lassen. Insgesamt wurden 91 Geräte durch die Finanzpolizei beschlagnahmt und abtransportiert", gratuliert Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) den Ermittlern zu diesem Erfolg.

An mehreren Standorten wurden im Auftrag der Landespolizeidirektion auch Betriebsschließungen ausgesprochen und durchgesetzt. Nach den Hintermännern wird aktuell gefahndet und die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account rcp Time| Akt:
WienOberösterreichGlücksspielPolizeieinsatzGernot Blümel

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen