Mit seinen Aussagen im Rapid-Podcast "Vereinhören" hatte Yusuf Demir zuletzt für Aufsehen gesorgt. Der ÖFB-Legionär berichtete von einer Situation bei Galatasaray, in der ihn der Teamarzt trotz eines geschwollenen Knöchels mit einer Spritze einsatzbereit machen wollte.
"Das habe ich natürlich abgelehnt, weil ich weiß nicht, was in der Spritze ist", erklärte der 23-Jährige. Zudem sprach er von "sehr vielen Problemen medizinischer Art".
In der Türkei stoßen diese Aussagen auf heftige Kritik. Der als klubnah geltende Journalist Ali Naci Kücük widersprach Demir im Format "Dici Futbol" deutlich. "Das, was er bei Galatasaray erlebt hat, hat er auch bei Barcelona erlebt. Sein Angstniveau ist hoch, er traut sich selbst nicht."
Kücük verwies darauf, dass dieselbe Behandlung auch zahlreichen Stars verabreicht worden sei. "Die abgelehnten Spritzen wurden auch Burak Yılmaz, Drogba, Icardi oder Osimhen verabreicht." Deshalb könne er Demirs Kritik nicht nachvollziehen.
Besonders deutlich wurde der Journalist zum Abschluss: "Yusuf Demir hat mehrmals Ausreden erfunden, um der Pflicht zu entgehen." Demir steht seit Jänner wieder bei Rapid unter Vertrag und will in Wien nach schwierigen Jahren im Ausland den sportlichen Neustart schaffen.
In der Vorbereitung spielte sich Demir bei Trainer Johannes Hoff Thorup wieder in die Stammformation, zeigte in den ersten Pflichtspielen der Saison mit starken Leistungen auf.