Die Winter-Walze erwischt jetzt auch den Westen Österreichs. Im Osten werden wir davon aber nichts mitbekommen. "Was für Gegensätze morgen Nachmittag: Föhnige 20° im Tullnerfeld vs. 0° und Schneefall im Bregenzerwald", schreibt ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber Freitagvormittag. In Vorarlberg und Tirol ist seiner Prognose zufolge Schneefall "teilweise bis ganz herunter" möglich, "oben fallen 10 bis 30cm Schnee."
Deutlich schlimmer trifft es aber unsere Nachbarn! "Heftig: Nirgendwo auf der Welt schneit es morgen so stark wie auf den Bergen im Tessin und im Piemont", so Oberhuber dazu. Der eidgenössische Bund warnt bereits vor "erheblichen Mengen an Schnee" in weiten Teilen der Schweiz, besonders in den Alpen und Voralpen.
Die Warnung der Stufe 3 gilt ab Samstagmittag bis Sonntag um 6 Uhr und oberhalb von 600 Metern. "Oberhalb von 1000 Metern über Meer wird je nach Region eine Schneemenge von bis zu 80 Zentimetern erwartet, oberhalb von 600 Metern über Meer werden zwischen 10 und 30 Zentimeter prognostiziert", berichtet "20 Minuten".
Am Wochenende kommt laut Prognose von www.ubimet.at eine sich kaum verlagernde Luftmassengrenze quer über dem Alpenraum zu liegen. Mit Bildung eines Italientiefs wird es zunächst nur im Westen und Südwesten Österreichs unbeständig. Die Schneefallgrenze sinkt dabei ganz im Westen vorübergehend bis in einige Tallagen.
Nach Nordosten zu frischt vorerst nur teils kräftiger, föhniger Südwind auf. Erst zu Beginn der neuen Woche erreicht die Störung samt Schauern und auffrischendem Westwind auch die Osthälfte des Landes.
In der Nacht auf Samstag bleibt es landesweit ruhig und trocken. Im Westen und Südwesten verdichten sich jedoch die Wolken allmählich. An der Alpennordseite wird es zudem schrittweise föhnig.
Der Samstag startet trocken und vom Tiroler Unterland und der Koralpe nord- bzw. ostwärts mit teils kräftigem, föhnigem Südwind oft sonnig. Im östlichen Flachland nördlich vom Leithagebirge weht kräftiger Südostwind. Dagegen halten sich von Vorarlberg bis nach Kärnten dichte Wolken, gegen Mittag beginnt es im Westen zu regnen.
Im Laufe des Nachmittags breiten sich Schauer bis Oberösterreich und Oberkärnten aus, am Abend sinkt die Schneefallgrenze ganz im Westen auf 600 m ab, sodass in höheren Lagen rund um den Arlberg ein paar Zentimeter Neuschnee zusammenkommen.
Am Sonntag fällt an der Alpennordseite anfangs etwas Regen, besonders nach Westen hin auch bis in viele Täler Schnee. Tagsüber steigt die Schneefallgrenze gegen 1000 m an, dabei trocknet es aber rasch ab. Im Osten und Südosten scheint zeitweise die Sonne, am Nachmittag bilden sich im östlichen Bergland lokale Schauer. Der Wind dreht auf West, weht aber meist nur schwach.
Am Montag fällt anfangs besonders von der Tauernregion bis zum Alpenostrand etwas Schnee, unterhalb von 800 m Regen. Im Tagesverlauf verlagert sich dieser bei etwas ansteigender Schneefallgrenze in den Südosten, am Nachmittag wird es aber auch an der Alpennordseite von Westen her neuerlich nass mit Schnee oberhalb von 1000 m. Im Donauraum und im Osten frischt der Westwind vorübergehend lebhaft auf.