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Heilkräuter mit AH-Effekt: Kopfweh, nein danke

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:42

Stress, seelische Belastung, Wetterwechsel, angespannte Haltung, Flüssigkeitsmangel oder als Begleiterscheinung einer anderen Krankheit: Fast jeder Mensch leidet gelegentlich an Kopfschmerzen. Arm sind diejenigen, denen öfter die Birne brummt. Für sie habe ich hier ein paar Tipps zusammengetragen.

Wenn Sie an meine wöchentliche Kolumne erinnert werden möchten, dann liken Sie Histamine, die wenig bekannte Ursache

Wenn Ihnen nach einem Essen mit Fisch, Rotwein und Käse der Kopf schmerzt, dann leiden Sie möglicherweise an einer Histaminintoleranz, die auch heftige Kopfschmerzen auslösen kann. Beobachten Sie sich einmal selbst und vermeiden Sie gegebenenfalls besonders histaminhaltige Nahrung wie Hartwurst (Salami, Rohschinken), Käse (Emmentaler, Camembert), Fisch (Thunfisch, Makrele, Sardelle, Konserven), bestimmte Gemüsesorten (Spinat, Tomaten, Sauerkraut) und Alkohol (Rotwein, Sekt).
Die besten Hausmittel

Aus der Volksmedizin wird ein Gemisch aus 2 TL Apfelessig, 2 TL Honig und ¼ l Wasser empfohlen, das man am besten schon vorbeugend über einen längeren Zeitraum trinkt. Apfelessig wirkt entspannend und krampflösend, durch das Pektin wird die Fließfähigkeit des Blutes gefördert.

Apfelessig kann man auch mit Hollerblüten ansetzen (zwei Wochen an einem kühlen Ort stehen lassen) und damit, verdünnt mit etwas Wasser, im Akutfall Umschläge auf die Stirn machen.

Als Soforthilfe können Sie es auch mit einer Wasseranwendung versuchen: So viel kaltes Wasser in ein Waschbecken einlassen, dass die Oberarme bei abgewinkelten Ellenbogen bis zur Hälfte eingetaucht sind. 20 Sekunden lang die Arme im Wasser lassen, eine halbe Minute lang pausieren und das mehrmals hintereinander wiederholen.

Heilpflanzen gegen Kopfschmerzen

Weidenrinde

Der Tee wirkt schmerzstillend und kühlend. Die Wirkung tritt allerdings langsam ein, weshalb Weidenrinde bei langanhaltendem, chronischem Kopfweh empfehlenswert ist. 1 TL Weidenrinde mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen. Davon kann mehrmals täglich eine Tasse getrunken werden.

Mutterkraut

Die "falsche Kamille" genoss in der Antike und im Mittelalter hohes Ansehen, ist dann aber in Vergessenheit geraten, bis jetzt eine nachweisbare Wirkung auf Migräne festgestellt wurde.

Durch Studien wurde aufgezeigt, dass Anzahl und Intensität von Anfällen und die damit verbundene Übelkeit und Erbrechen signifikant zurückging. Dabei ist aber eine Langzeitanwendung notwenig.

In England wird empfohlen, ein Blättchen täglich auf einem Brot zu essen – die andere Möglichkeit ist, sich einfach Kapseln zu besorgen.

Wie der Name „Mutterkraut“ verrät, hilft die Pflanze auch bei vielen Frauenthemen: Es reguliert den Zyklus, fördert den Eisprung und lindert Krämpfe. Während der Geburt stärkt es die Gebärmutter und in den Wechseljahren gleicht es den Hormonmangel aus und lindert damit typische Beschwerden.

Achtung: In der Schwangerschaft kein Mutterkraut!

Vorsicht bitte auch bei Allergien gegen Korbblütler!

Pestwurz

Ihre großen Blätter schützen den Kopf vor Regen, ihre Inhaltsstoffe schützen den Kopf vor Schmerzen! Die stark riechende Pflanze ist intensiv krampflösend und schmerzlindernd. Da sie kein Akutmittel ist, wird sie gegen Migräne vorbeugend eingenommen. Nachdem die Wissenschaft die früher hoch geschätzte Heilpflanze in ihre Einzelteile zerlegte und Pyrrolizidinalkaloide fand (von denen vermutet wird, dass sie die Leber schädigen und krebsauslösend sind), sind Präparate aus der Pestwurz nur mehr schwer zu bekommen.

Mittlerweile gibt es aber Züchtungen, die keine oder kaum Pyrrolizidinalkaloide enthalten. Um sicher zu gehen, würde ich persönlich nur Produkte aus der Apotheke verwenden. Bitte bestellen Sie Pflanzen-Präparate nie über windige Seiten im Internet, das ist viel zu riskant. Über österreichische Apotheken kann man Pestwurz in homöopathischer Form, etwa als Ampullen beziehen. Die kann man ohne Bedenken auch über längere Zeit einnehmen kann.

Pestwurz wirkt auch wie ein Antihistaminikum, weshalb sie auch bei Heuschnupfen hilft. Und auch Asthmatiker schätzen ihre krampflösende Wirkung.

 
Lesen Sie in der nächsten Folge: Schau mir in die Augen, Kleines!

 

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