Heimlich Impfstoff im Trinkwasser? Land OÖ reagiert

Das Land OÖ reagierte auf Fakenews, wonach das Trinkwasser in OÖ mit Impfstoff versetzt sei.
Das Land OÖ reagierte auf Fakenews, wonach das Trinkwasser in OÖ mit Impfstoff versetzt sei.Getty Images/iStockphoto
Von hochoffizieller Stelle kam am Dienstag eine ungewöhnliche Klarstellung: "Es befindet sich kein Impfstoff gegen Corona im Trinkwasser in OÖ".

Erst waren da die Hubschrauber, die angeblich während der Corona-Demo in Wien Impfstoff versprühten, dann wurde in einschlägigen sozialen Netzwerken vor Stadt-Mitarbeitern unter Kanaldeckeln gewarnt, die heimlich in die Waden impfen könnten (mehr hier).

Nun tauchte in Oberösterreich via WhatsApp und anderen Messenger-Diensten die nächste Warnung auf: Das Trinkwasser in Oberösterreich sei mit einem Impfstoff gegen das Corona-Virus versetzt worden. So würden jetzt Tausende Oberösterreicher ungewollt "geimpft".

Die offizielle Landeskorrespondenz des Landes OÖ musste am Dienstag ausrücken, um irritierte und besorgte Mitbürger (ob der drohenden Immunisierung) zu beruhigen: "Diese Aussagen sind absolut falsch, nichts an diesen über Messenger-Dienste verbreiteten Fake News ist wahr."

Es würden im Zuge der Pandemie immer wieder "sogenannte Fake News" kommen, "was die angebliche ungewollte Impfung betrifft" (siehe Helikopter und Kanaldeckel).

"Äußerst abstrus und zurückzuweisen"

"Die von Impfgegnerinnen und Impfgegnern verbreiteten Fake News über unser Trinkwasser sind äußerst abstrus, an den Haaren herbeigezogen und auf das Schärfste zurückzuweisen", musste der für Wasserwirtschaft zuständige Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) in einer ersten Reaktion klarstellen.

Mit solchen Aussagen würde "Unsicherheit erzeugt, die die Bevölkerung weiter spalten soll und das Misstrauen gegen staatlichen Institutionen befeuert".

"Kritisch hinterfragen"

Es sei wichtig, sich bei seriösen Medien zu informieren und ungesicherte Informationen kritisch zu hinterfragen, erinnert Kaineder jene, die daran glauben, dass Anti-Corona-Impfstoff im Trinkwasser ist und sie somit ungewollt immunisiert werden könnten.

Die Vehemenz des Politikers in diesem Punkt verwundert mit Blick auf die vergangenen Tage allerdings wenig. Zuletzt hatte es vermehrt Fälle gegeben, in denen Corona-Leugner in Oberösterreich das Wurmmittel Ivermectin einnahmen, weil sie glaubten, sich so immunisieren zu können. In einer Familie gab es deshalb sogar einen Todesfall

Die Impfquote in Oberösterreich hinkt gleichzeitig weiterhin weit hinterher, liegt derzeit bei nur 61,3 Prozent.

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