Die Österreicher bezahlen zu viel fürs Heizen. Davon sind die Installateure überzeugt. Rund 200 Millionen Euro pro Jahr ließen sich einfach sparen, würde die Heizung in Jedermanns zu Hause regelmäßig gewartet werden.
Regelventile etwa, die nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen, könnten durch neue Thermostatventile ersetzt werden. Dadurch sinkt der Energieverbrauch um rund 15 Prozent. Wenn auch noch die Wärmeverteilung durch einen hydraulischen Abgleich der tatsächlich benötigten Leistung angepasst wird, ergeben sich laut einer Studie von Heizungsbauer "Herz" Einsparungen von bis zu 27 Prozent pro Jahr.
Im Vergleich zur teuren thermischen Sanierung von Gebäuden, sind Thermostatventile günstig. Einer Studie des deutschen VDMA zufolge amortisiert sich der Austausch alter Heizungsregler gegen neue Thermostatventile nach durchschnittlich zwei Jahren.
Zauberwort Energieeffizienz
Durch bessere Effizienz sinkt generell der primäre Energiebedarf. Das heißt: Die Endverbraucher benötigen bei einer Einsparung von nur 15 Prozent um rund 1.350 Gigawatt- stunden weniger Energie.
Auch der CO2-Ausstoß geht zurück. Noch mehr Energie, Klimagase und Geld könnte gespart werden, wenn die Heizung nach einer thermischen Sanierung an den geringeren Wärmebedarf angepasst wird. Diese Maßnahme steigert zudem den Heizkomfort.
In Deutschland wurden Thermostatventile als Folge der Energiekrise bereits Ende der 70er Jahre gesetzlich verordnet. Auch Polen, Ukraine, Russland und Provinzen in Italien haben den Einsatz von Thermostatventilen verpflichtend gemacht. Das Ersetzen von alten Heizungsreglern durch neue Thermostatventile wurde zuletzt auch in Österreich vom Gesetzgeber als Energieeffizienzmaßnahme anerkannt.