Große Suche nach Vermisstem

Held rettet Bub (7), versinkt selbst im Gardasee

Ein Bootsführer rettete vor Sirmione einen Siebenjährigen. Danach sank der 29-Jährige im Wasser des Gardasees. Seither läuft eine große Suchaktion.
Newsdesk Heute
20.07.2026, 15:23
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Ein dramatischer Rettungseinsatz hält die Einsatzkräfte am Gardasee in Atem. Der 29-jährige Olaisiu Sorin Alexandru sprang vor Sirmione ins Wasser, um einen siebenjährigen Buben zu retten. Das Kind kam sicher zurück an Bord, der Bootsführer ging unter.

Der aus Rumänien stammende Mann arbeitete für einen Bootsverleih. Am Samstag war er mit einer Gruppe britischer Touristen auf dem See unterwegs. Vor dem bekannten "Jamaika-Strand" und den Grotten des Catull machten die Urlauber eine Badepause.

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Dabei geriet der siebenjährige Bub gegen 16.30 Uhr im tiefen Wasser in Schwierigkeiten. Der 29-Jährige bemerkte die Gefahr sofort und sprang ohne zu zögern in den See. Er erreichte das Kind, hielt es fest und brachte es zurück zum Boot.

Rätsel um Unglücksursache

Der Bub konnte unverletzt an Bord gezogen werden. Doch unmittelbar nach der Rettung verlor der Bootsführer offenbar seine Kräfte. Seine Hände lösten sich vom Boot, der 29-Jährige sank vor den Augen der geschockten Touristen ins Wasser und tauchte nicht mehr auf.

An der Unglücksstelle ist der Gardasee rund 52 Meter tief. Womöglich erlitt der Mann nach der Rettungsaktion einen medizinischen Notfall. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bisher nicht.

Touristen alarmierten die Einsatzkräfte. Die Küstenwache brachte die Gruppe zurück in den Hafen von Sirmione. Danach begann eine großangelegte Suchaktion mit Feuerwehr, Polizei, Küstenwache und weiteren Rettungseinheiten.

Unwetter verhindern Suche

Mehrere Boote suchten die Wasseroberfläche ab. Taucher untersuchten den Bereich, in dem der 29-Jährige zuletzt gesehen worden war. Auch ein Hubschrauber aus Venedig sowie ein Unterwasserroboter und Sonargeräte kamen zum Einsatz.

Starke Unwetter erschwerten die Arbeiten zeitweise, berichtet "Brescia Oggi". Am Sonntag, dem 19. Juli, blieben sowohl die Suche an der Oberfläche als auch jene in der Tiefe ohne Ergebnis. Am Montag sollen die Untersuchungen des Seegrunds fortgesetzt werden.

Die Einsatzkräfte werten auch Daten der Smartwatch aus, die der Vermisste beim Sprung ins Wasser getragen hatte. Damit soll das Suchgebiet weiter eingegrenzt werden.

Kollegen beschreiben Olaisiu Sorin Alexandru als freundlich, zuverlässig und erfahren. Der 29-Jährige hatte mehrere Rettungskurse absolviert. Seine Ausbildung half ihm, das Leben des Kindes zu retten.

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