Die Lage für Kreml-Chef Wladimir Putin spitzt sich immer weiter zu. Jüngste Schläge der Ukraine im ganzen Land sorgen für schlechte Stimmung bei den Russen. Dies macht sich in den Umfragewerten des Machthabers bemerkbar.
So erreicht der Präsident selbst beim staatlichen Umfrageinstitut FOM – deren Statistiker stehen auf Putins Gehaltsliste – nur mehr einen Zustimmungswert von 66 Prozent. Für westliche Politiker ein guter Wert, doch für den Kreml-Chef, der das Meinungsklima im Land eigentlich fest im Griff hat, ein desaströses Ergebnis.
Noch vor einer Woche waren die Beliebtheitswerte von Putin um fünf Prozent höher gewesen. Einen solchen Absturz gab es zuletzt im Herbst 2022 als der Präsident die Teilmobilmachung verkündete, berichtet "Bild".
Gründe für die schlechten Werte sind die ukrainischen Angriffe, die 14 Prozent der Bevölkerung als Problem ansehen, und die Spritknappheit im Land, die ebenfalls eine direkte Folge des Kriegs ist.
Die Strategie des russischen Machthabers, den Krieg und seine Folgen von der Bevölkerung fernzuhalten, geht also nicht mehr auf. Bis September sollte er sich etwas einfallen lassen, denn dann muss sich Putins Partei "Einiges Russland" bei den Parlamentswahlen behaupten. Unterdessen rechnet ein Viertel der Russen mit möglichen Protesten.