Enorme Kosten für Moskau

Sanktions-Wahrheit – so hart leidet Putin wirklich

Die Folgen des Ukraine-Kriegs werden für Russland immer teurer. Vor allem die EU-Sanktionen machen zu schaffen – die Kosten liegen in Billionenhöhe.
Newsdesk Heute
09.06.2026, 09:12
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Mehr als vier Jahre nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine sickert langsam durch, wie hoch die Kosten für den Kreml wirklich sind. Vor allem die EU-Sanktionen zeigen Wirkung: Seit Kriegsausbruch haben die Mitgliedstaaten 20 Pakete auf den Weg gebracht.

Kosten in Billionenhöhe

So haben westliche Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs Russland nach Angaben der EU-Außenbeauftragten schätzungsweise bereits 1,2 bis 1,5 Billionen Dollar (1,0 bis 1,3 Billionen Euro) gekostet. "Die Zahlen sprechen Bände", sagte Kaja Kallas in einer Pressekonferenz zum EU-Verteidigungsministertreffen in Nikosia. Stein für Stein bringe man das Fundament von Russlands Kriegswirtschaft zum Einsturz.

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Zum Außenministertreffen am kommenden Montag liegen laut Kallas Vorschläge für Sanktionen gegen mehr als 80 weitere Akteure auf dem Tisch. Sie sollten den militärisch-industriellen Komplex in Russland, aber auch Verantwortliche für Menschenrechtsverletzungen und Propagandisten treffen, erklärte sie.

"Strategische Geduld" gefordert

Zu der nicht erfolgten Einladung an die EU zu dem Ukraine-Gipfeltreffen mit Deutschland, Großbritannien und Frankreich am Sonntag in London sagte Kallas, Mitgliedstaaten hätten deutlich gemacht, dass die Länder, die Russland besser kennen als alle anderen, gehört werden müssten.

Grundsätzlich brauche man strategische Geduld, um Russland tatsächlich in eine Lage zu bringen, in der es ernsthaft verhandeln würde. "Wir haben den Eindruck, dass wir dort noch nicht sind", sagte sie. Auch deswegen brauche man zusätzlichen Druck und weitere Sanktionen.

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