"Schläger in City-Lokal waren Kampfsportler"

"Schwarzes Kameel"-Oberkellner Pablo Meier-Schomburg wurde zum Held einer Prügelei vom Lokal.
"Schwarzes Kameel"-Oberkellner Pablo Meier-Schomburg wurde zum Held einer Prügelei vom Lokal.Sabine Hertel
In "Heute"spricht der Held, der eine Schlägerei vor dem Innenstadt-Lokal "Zum Schwarzen Kameel" schlichtete: Oberkellner Pablo Meier-Schomburg (53).

Beste Stimmung herrschte Mittwochabend noch gegen 23 Uhr bei verlängerter Sperrstunde im Schanigarten, bis zwei offensichtlich alles andere als nüchterne Männer am Wiener City-Kultlokal "Zum Schwarzen Kameel" für Aufruhr sorgten ("Heute" berichtete). "Sie provozierten mehrere Gäste, weil sie unbedingt einen Faustgruß mit ihnen machen wollten. Als sich ein Tisch weigerte, eskalierte die Situation", schildert Pablo Meier-Schomburg, Oberkellner und gute Seele des Kultlokals ums Eck vom Graben im Gespräch mit "Heute". "Meine Kollegin hat mich gleich aus dem Lokal geholt, ich musste meine Gäste und Mitarbeiter schützen", erzählt der 53-jährige Held der Massenschlägerei, der gar keiner sein will.

"Mein Kollege musste ins Spital"

"Ich konnte die Gruppe auseinanderbringen. Ich hab mir einfach durch mein Alter Respekt verschaffen können. Die beiden jungen Männer waren extrem aggressiv, total durchgeknallt. Da waren sicher Drogen im Spiel, die waren sowas von geladen. Außerdem hat man gesehen, dass sie Kampfsport-Erfahrung haben müssen."

Auf einem Video sieht man, wie die beiden 27-jährigen Österreicher Passanten, Kellner und Gäste brutal attackieren. "Meinen Kollegen hat es schwer erwischt. Er musste in der Nacht ins Spital, er hat einen Bluterguss im Kiefer und starke Schmerzen." Auch ein Passant, der auf dem Video zu Boden gestoßen wurde, erlitt eine Platzwunde im Gesicht.

Für Meier-Schomburg, der seit sieben Jahren als engagierter Teamleiter und extrem sympathischer Oberkellner bekannt ist, war der Vorfall "ziemlich heftig. Ich habe sowas noch nie erlebt, wir haben nie Aggressionen bei uns im Lokal. Unser Publikum ist total durchgeschmischt – vom Arbeiter über den Politiker bis hin zum Rockstar wie Till Lindemann von Rammstein."

Der geistesgegenwärtige Lokal-Mitarbeiter rief sofort die Polizei. "Die waren sehr schnell da, mit acht bis zehn Wagen und 30 bis 40 Beamten. Die haben super reagiert", erzählt er. "Es ist wichtig, dass nicht mehr passiert ist", ist der bescheidene Held glücklich.

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