15 Jahre in drei Stunden zusammengefasst: Der Samstagabend bei VOX stand ganz im Zeichen von Helene Fischer. Der deutsche Superstar feiert sein 15-jähriges Jubiläum. Ab 20.15 Uhr tauchten die Zuschauerinnen und Zuschauer in "Helene Fischer – 15 Jahre im Rausch des Erfolgs" in die musikalische Welt der heute 37-Jährigen ein. Dabei gewährt sie – mit sichtbarem Babybauch – im Gespräch mit Moderatorin Janin Ullmann exklusive Einblicke in ihr Leben.
Nach ihrem Realschlussabschluss bewarb sich die damals 16-Jährige an der "Stage & Musical School" in Frankfurt. "Mein Vorsprechen lief ein wenig chaotisch ab, denn es war der letzte Tag der Aufnahme-Prüfung und ich bin einfach hingefahren", so Helene. Ihr Plan ging auf, sie wurde angenommen und schloss 2003 ab. Es folgten der erste TV-Auftritt an der Seite ihres Ex-Freundes Florian Silbereisen – zu diesem Zeitpunkt nannte sich die Künstlerin noch "Helen Fisher" – , ein Plattenvertrag und 2006 der erste Auftritt im Fernsehen mit ihrem eigenen Song. Zu Florian sagte sie: "Ich habe mich wirklich einfach so ein bisschen an ihm festgehalten. Ich war sehr froh, dass er an meiner Seite war."
2007 ging die Sängerin auf ihre erste eigene Tour. Es sei eine ganz grosse Nummer gewesen, doch "ich war noch nicht so reif, mich zu präsentieren, wie ich es heute mit Leichtigkeit und Freude mache." Mittlerweile spielt sie vor 120.000 Zuschauerinnen und Zuschauern in ausverkauften Arenen. Vor allem ihr Konzert 2015 im Berliner Olympiastadion ist ihr dabei in Erinnerung geblieben. Am Himmel wüteten Blitze, es fiel strömender Regen. "Die wollten, dass ich von der Bühne gehe", so Helene, doch es war ihr egal. "Ich habe mich auf den Boden geschmissen. Ich habe mich im Regen gewälzt. Es war einer der schönsten Momente."
Ihre "absolute Krönung" sei gewesen, "dass ich so eine Personality-Show bekommen habe, gefüllt von all den Dingen, die ich liebe." "Die Helene Fischer Show" flimmert seit 2011 über die TV-Schirme. Im vergangenen Jahr musste sie Corona-bedingt abgesagt werden, und auch 2021 gibt es keine neue Ausgabe.
In einem Moment der Dokumentation zeigt sich Helene so emotional wie nie. Im Tonstudio "irgendwo in Bayern" singt sie den Song "Luftballon" ein, eine Ballade auf ihrem neuen Album. Darin geht es um den Verlust eines geliebten Menschen. Nach einigen Minuten muss sie die Aufnahme jedoch abbrechen. "In einem durch, das ist echt …", sagt Helene und bricht erneut ab. Ihr laufen Tränen über die Wangen, sie kämpft mit der Fassung. "In einem durchsingen, ist sehr emotional."
Ihre emotionale Seite zeigt Helene auch, als sie auf die Medien zu sprechen kommt. Moderatorin Janin liest mehrere Schlagzeilen vor, darunter: "Helene Fischer und Thomas Seitel – getrennte Wege nach zwei gemeinsamen Jahren?" oder "Verheiratet! Helene Fischer und Thomas Seitel – heimliche Hochzeit in neuer Villa?" Die Schlagersängerin schimpft: "Das sind alles Lügen und wenn es nicht so traurig wäre, dann könnte ich mich einfach nur totlachen. Es ist schon sehr nervenaufreibend und da geht auch viel Energie drauf."
Mit Hilfe ihrer Anwälte wehrt sie sich oft dagegen, doch "es wird immer weiter geschrieben, egal was ich mache und egal, wie hart wir teilweise dagegen vorgehen." Das sei nicht einfach für sie, betont sie: "Wie oft wollte ich schon Dampf ablassen und wie oft hat mir das wirklich weh getan."