Der langjährige Chef der Wiener Hells Angels war vor Kurzem nach schwerer Krankheit gestorben – wir berichteten. Am Samstag nahmen Hunderte vom legendären "Hömal81" und seiner schwarzen Harley-Davidson am Wiener Zentralfriedhof Abschied.
Ein schneeweißer Holzsarg – in dem der Rocker-Hüne seine letzte Ruhe fand – wurde dafür in der Feuerhalle aufgebahrt. Mit Lichtern umringte Blumen bildeten am Boden überdimensioniert die rote Nummer 81, die für den achten Buchstaben und den ersten Buchstaben im Alphabet stehen – also "HA" für "Hells Angels".
Ein Spalier aus sechs Motorrad-Rockern bewachte den Sarg ihres ehemaligen Präsidenten, auf dem neben "HÖMAL" auch die Abkürzung "AFFA" aufgedruckt wurde, die Insidern als Treueschwur "Angels Forever, Forever Angels" durchaus geläufig ist.
Der Harley des langjährigen Bosses der Wiener "Engeln" stand vor der Feuerhalle auf einem schwarzen Samtteppich, das Bike mit den Flügeln am Windschutz war liebevoll mit weißen und roten Rosen dekoriert. Ein eingerahmtes Foto zeigte Helmut S. einmal jung und einmal im gesetzten Alter – jeweils in seiner legendären Kutte. Das Original hing hinterm Sarg an der Wand.
Zur Verabschiedung der Motorrad-Gang-Größe strömten Hunderte Fans und Anhänger, gefühlt war die gesamte Szene versammelt. Auch der Polizei war das große Zusammentreffen der von Gesetzen teilweise auch autonom operierenden Mitglieder bekannt, dem Vernehmen nach mischten sich szenekundige Zivilbeamte unter die zahlreichen Trauergäste. Einen offiziellen Einsatz gab es laut LPD Wien jedoch nicht. So konnte "Hömal" friedlich seine letzte Reise antreten.