Ein Skifahrer mitten in der Wiener U-Bahn. Kein Schnee, keine Piste, keine Berge – stattdessen Beton, Metall und Rolltreppen. Und genau dort zieht Freerider David Meier (aus Vorarlberg) einen Stunt durch, der aussieht wie aus einem Actionfilm.
Damit dabei niemand zu Schaden kommt, sei die Aktion laut Meier nicht völlig "wild" abgelaufen: Er erzählt gegenüber "Heute", es seien "drei Leute vor Ort" gewesen, "welche dafür sorgten, dass keine andere Person gefährdet wird". Trotzdem bleibt der Stunt hochgefährlich – die Wiener Linien stellen klar: So etwas ist nicht erlaubt. Der Betreiber wurde darüber nicht informiert, eine Genehmigung gab es dafür nicht. Vom Nachmachen wird strikt abgeraten – Lebensgefahr!
Auf Instagram postete Meier gleich zwei Videos. Im ersten Clip kündigt er an: "Heute fahren wir einige Treppen in Wien hinunter." Dann geht’s los: Ski aufgesetzt, Stöcke in der Hand – und runter.
Was das Video so heftig macht: Er fährt nicht irgendwie "vorsichtig" oder im Schneckentempo. Meier rast die Rolltreppe hinunter, hält dabei stabil die Spur – und wirkt dabei komplett entspannt. Ein falscher Kantenwinkel, ein kurzer Hänger – und es hätte böse enden können. Im zweiten Clip zeigt Meier die Szene aus der GoPro-Perspektive. Man sieht dabei erst richtig, wie steil und eng die Rolltreppe wirkt – und wie schnell das Ganze tatsächlich ist.
So spektakulär die Bilder sind: Die Aktion hat ein massives Risiko. Denn eine U-Bahn-Station ist kein abgesperrter Sportplatz. Jederzeit könnte jemand auf die Rolltreppe steigen, ein Kind könnte loslaufen, jemand stolpert – und dann wird aus einem Stunt binnen Sekunden eine Tragödie.
Auch für Meier selbst ist das gefährlich: Auf einer Rolltreppe gibt es keinen Schnee, der Geschwindigkeit bremst. Stattdessen: harte Kanten, Stufen, Geländer, Metall – Sturzgefahr pur.
Das Netz reagierte sofort: Das zweite Video erreichte innerhalb eines Tages rund 1 Million Aufrufe. Viele User feiern die Aktion als irre "Urban-Skiing"-Idee – andere sind schockiert, dass so etwas überhaupt möglich war.
Die Wiener Linien reagieren deutlich. Auf Anfrage von "Heute" heißt es: "Sicherheit hat bei den Wiener Linien allerhöchste Priorität. Wir haben daher kein Verständnis für derartige Aktionen, die laut Hausordnung verboten sind und bei der neben der Selbstgefährdung auch andere Fahrgäste gefährdet werden können."
Und weiter: "Die Wiener Linien werden aus diesem Grund rechtliche Schritte gegen den Produzenten des Videos einleiten."
Meier ist in den sozialen Medien für spektakuläre Aktionen bekannt. Der ehemalige Slalom-Fahrer fährt etwa durch schneelose Wälder oder springt über Hindernisse. Im November erschien sein neuer Film "Two Faces", in dem er Skifahren und Mountainbiken kombiniert.