Ende Juni musste die Heimwerkerkette Hellweg bereits Insolvenz anmelden ("Heute" hat berichtet). Nur noch rund 165 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren zuletzt an sechs Bau- und Gartenmärkten beschäftigt – jetzt folgt wohl das endgültige Aus.
Für zwei Standorte kam bereits Mitte August das Aus: Die Filialen in Graz-Raaba und Fürstenfeld werden nicht weitergeführt. Teile der Ausstattung und des Inventars landeten daraufhin auf der Auktionsplattform "Aurena" unter dem Hammer. Nun trifft es auch die vier verbliebenen Filialen.
"Der Sanierungsverwalter hat heute in Abstimmung mit der Schuldnerin beim Landesgericht Linz einen Antrag auf insolvenzgerichtliche Schließung der Standorte Ried im Innkreis, Graz-Eggenberg, Straßwalchen und Kirchdorf an der Krems gestellt", teilt das Unternehmen mit. Die rund 116 betroffenen Mitarbeiter seien über die Situation informiert worden.
Ausgenommen von der Schließung seien jeweils die Unternehmensbereiche "Marktleitung" und "Brandschutz" zur Gewährleistung der Standortsicherheit während der Verwertung.
Für die betroffenen Mitarbeiter und Kunden bedeutet das das Ende einer Ära. Die Zukunft der Standorte ist weiterhin ungewiss, auch wenn noch Hoffnung auf einen Investor besteht.
Denn die Schließung sei "Teil der angestrebten Investorenlösung zur Übernahme der vier Standorte und steht im Zusammenhang mit der Verwertung der vorhandenen Warenbestände von Hellweg Österreich durch ein professionelles Verwertungsunternehmen. Es werden weiterhin Verhandlungen mit einem potenziellen Investor fortgeführt. Ziel ist es, die vier Standorte mit eigenem Warenbestand fortzuführen und die dort beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu übernehmen", heißt es gegenüber der "Kleinen Zeitung".
Bis dahin bleibt aber unklar, wie es mit den ehemaligen Hellweg-Filialen weitergeht.