Mit dem 2:2-Remis gegen den LASK fixierte die Wiener Austria eine Runde vor der Punkteteilung die Meisterrunde der Top 6. Lokalrivale Rapid muss noch zittern, Cupsieger Wolfsberg ist schon ganz aus dem Rennen. Für Coach Helm wird der Erfolg nicht genug gewürdigt.
"Das wird mir teilweise auch ein bisschen zu klein geredet. Es ist für uns top, dass wir das so schaffen, eine Runde bevor es so weit ist und ich kann meiner Mannschaft auch nur ein großes Kompliment machen", sagte er nach Schlusspfiff.
Helm ist seit Juli 2024 Chefcoach der Austria, spielte letzte Saison bis zur letzten Runde um den Titel mit, belegte am Ende Rang drei. In dieser Spielzeit sind die "Veilchen" nach Startschwierigkeiten Vierter – hinter Salzburg, Sturm und dem LASK, Teams mit weit höheren Budgets. Helms Vertrag endet im Sommer. Eine Jobgarantie bekommt er trotz seiner bisherigen erfolgreichen Arbeit vom neuen Sportvorstand Tomas Zorn nicht.
„Als ich zum Sportvorstand berufen wurde, habe ich am ersten Tag Stephan in mein Büro gebeten und ein längeres Gespräch mit ihm geführt. Einerseits über das Trainingslager, aber auch über die zukünftige Zusammenarbeit. Ich habe ihn gebeten, Verständnis dafür zu haben, dass ich mir seine Arbeit anschauen werde, Gespräche zu seiner Arbeitsweise führen werde und definitiv seine Vertragssituation im Hinterkopf haben werde. Die Entscheidung wird kommen, wenn sie kommt", sagt Zorn bei "Sky". Nachsatz: "Stephan ist ein richtig guter Mensch. Wir verstehen uns hervorragend. Er ist auch fachlich sehr gut mit den Ergebnissen, die er liefert und mit dem, was er aus der Mannschaft herausholt unter schwierigen Umständen bei der Austria. Wir sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden. Er genießt volle Rückendeckung beim uns."
Auch Abwehrchef Aleks Dragovic ist mit dem Erreichen der Top 6 zufrieden. "Ja, wir haben keinen guten Beginn gehabt, aber wir haben immer an uns geglaubt. Das heißt jetzt nicht, dass wir uns ausruhen. Wir sind einmal froh und stolz, mit all den Nebengeräuschen, die hier passieren. Wir denken von Spiel zu Spiel und sehen, wo die Reise hinführt am Ende des Tages."