Ein verlassenes Stand-up-Paddleboard hat Freitagabend am Fuschlsee einen Großeinsatz ausgelöst. Als ein Fischer das herrenlose Sportgerät gegen 22.30 Uhr auf Höhe von Schloss Fuschl im Wasser treiben sah, schlug er Alarm.
Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Besitzer in Lebensgefahr war, rückten zahlreiche Einsatzkräfte aus.
Binnen kürzester Zeit begann eine groß angelegte Suchaktion. Boote durchkämmten den See, Feuerwehr, Wasserrettung, Rotes Kreuz und Polizei kontrollierten Uferbereiche sowie Badeplätze. Auch Einsatztaucher standen bereit. Aus der Luft unterstützten ein Polizeihubschrauber und die Drohnengruppe des Roten Kreuzes die Suche nach einer möglicherweise vermissten Person.
Erst gegen Mitternacht wurde der Einsatz beendet – ohne Spur eines Betroffenen. Laut Polizei war zu keinem Zeitpunkt eine Person als vermisst gemeldet. Insgesamt standen rund 100 Einsatzkräfte im Einsatz.
Nach dem nächtlichen Fehlalarm richtet die Wasserrettung Salzburg nun einen eindringlichen Appell an alle Wassersportler: Stand-up-Paddleboards, Kajaks, Boote und auch Schwimmbojen sollten mit Namen und einer aktuellen Telefonnummer beschriftet werden. So könnten Einsatzkräfte bei herrenlosen Sportgeräten rasch feststellen, ob tatsächlich eine Notlage vorliegt – und aufwendige Sucheinsätze vermeiden.