Mitten im Sommer fällt am Halleiner Zinkenkogel eine Entscheidung über den kommenden Winter. Die Verantwortlichen der Zinkenlifte suchen nach einem Ausweg aus der finanziellen Krise. Jahr für Jahr schreibt das Skigebiet ein Minus von knapp einer Million Euro.
"Das können wir nicht mehr stemmen", sagt Halleins Bürgermeister Alexander Stangassinger im Gespräch mit der "Kronen Zeitung".
Bei einer Beiratssitzung wurde beschlossen, künftig stärker auf den Sommer zu setzen. Die Sesselbahn soll nur noch in der kommenden Wintersaison in Betrieb gehen - und auch das nur bei ausreichend Naturschnee.
"Aber nur wenn es genug Naturschnee gibt, wir beschneien nicht mehr", betont Stangassinger in der "Krone".
Stattdessen soll der untere Schlepplift mit Unterstützung von Schneekanonen betrieben werden. Ziel sei es, vor allem Kindern aus der Region weiterhin das Skifahren zu ermöglichen. Auch für Tourengeher ist eine neue Streckenführung geplant.
Parallel dazu soll das Sommerangebot weiter ausgebaut werden. "Der läuft ja jetzt schon sehr gut", sagt Geschäftsführer Andreas Klimitsch gegenüber der Tageszeitung.
Die größte Herausforderung wartet allerdings schon 2027. Dann laufen die Konzessionen für die bestehenden Liftanlagen aus. Für deren Erneuerung werden Millioneninvestitionen notwendig.
"Das kostet uns Millionen. Wir wollen das schaffen, alleine wird das nicht gelingen", hofft Stangassinger in der "Krone" auf Unterstützung des Landes.
Der Bürgermeister macht deutlich, wie ernst die Lage ist: "Sonst müssen wir komplett zusperren."
Ob das Skigebiet eine Zukunft hat, dürfte damit auch davon abhängen, ob die erhoffte finanzielle Unterstützung kommt.