Während Österreich unter sommerlicher Hitze leidet, sorgt auf der Südhalbkugel ein massiver Wintereinbruch für außergewöhnliche Bilder. Im chilenischen Skigebiet Portillo wurden innerhalb von nur 72 Stunden insgesamt 309 Zentimeter Neuschnee gemessen.
Wie das niederländische Portal "Skiinformatie" berichtet, begrub ein außergewöhnlich heftiger Schneesturm Teile der Anden unter riesigen Schneemassen. Besonders betroffen war das Skigebiet Portillo.
Auch aus dem Skigebiet Valle Nevado wurden mit rund 170 Zentimetern Neuschnee außergewöhnlich große Mengen gemeldet. Mehrere Skigebiete sowie Zufahrtsstraßen in Chile und Argentinien sind derzeit gesperrt.
Die enormen Schneemengen bedeuten allerdings nicht automatisch gute Bedingungen für Wintersportler. Fällt innerhalb kurzer Zeit sehr viel Schnee, können Straßen unpassierbar werden und die Schneedecke instabil sein. Dadurch steigt vor allem die Lawinengefahr.
Bevor die Skigebiete wieder öffnen können, müssen umfangreiche Sicherheits- und Räumarbeiten durchgeführt werden. Laut "Skiinformatie" werden Straßen, Parkplätze, Liftstationen und Gebäude freigeräumt, außerdem werden die Pisten kontrolliert und bei Bedarf gesichert.
In Portillo steht derzeit der Schutz von Mitarbeitern und Besuchern im Vordergrund. Erst wenn die Infrastruktur wieder sicher genutzt werden kann und die Lawinengefahr bewertet wurde, sollen Lifte und Pisten schrittweise wieder öffnen.
Portillo liegt rund 160 Kilometer von der chilenischen Hauptstadt Santiago entfernt und gilt als das älteste Skigebiet Südamerikas. Es wurde 1949 eröffnet und war 1966 Austragungsort der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften.
Das Skigebiet verfügt über 35 Abfahrten und 14 Lifte. Bekannt ist Portillo außerdem für seine speziellen Va-et-Vient-Lifte, die auf steilen und lawinengefährdeten Hängen eingesetzt werden.