Für nächste WM

"Säuberungen" - Marokko tötet massenhaft Straßenhunde

Tierschützer schlagen Alarm: Marokko soll verschärft Straßenhunde "abschlachten". Das Vorgehen soll die Straßen für die WM 2030 aufräumen.
Newsdesk Heute
22.07.2026, 12:46
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Erschossen, verbrannt, achtlos liegengelassen - Tierschützern zufolge läuft in Marokko gerade eine regelrechte Jagd auf Straßenhunde. Wie "ntv" berichtet, vermuten Beobachter, dass die Behörden damit ein gepflegtes Straßenbild für die nächste Fußball-WM vorbereiten.

Marokko ist zusammen mit Spanien und Portugal Gastgeber der WM 2030. Schon in der Vergangenheit gab es ähnliche Vorwürfe bei Weltmeisterschaften, etwa in Brasilien und Russland - die Beseitigung von streunenden Tieren und sogar unerwünschten Menschen stand häufig im Blickpunkt.

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Schockierende Berichte

Wie Augenzeugen berichten, werden die Straßenhunde in Marokko meist erschossen, aber auch vergiftet und erschlagen. Es gibt sogar Berichte, wonach Hunde lebendig vergraben werden. Im Anschluss würden die Kadaver am Straßenrand liegen bleiben, in Müllcontainer und Flussbette geworfen oder verbrannt. Laut "ntv" lassen sich die Fälle nur schwer überprüfen - viele schockierende Fotos, Videos und Augenzeugenberichte verhärten jedoch das Bild einer umfassenden "Säuberung".

Zusammenhang mit Fußball-WM

Uneinig sind sich Tierschutzorganisationen nur darin, ob das Vorgehen wirklich mit der kommenden Fußball-WM zusammenhängt. Während die Tierschutzallianz IAWPC ein "verschärftes" Fangen und Töten der Hunde feststellt und die Organisation Peta von einem "massenhaften Abschlachten" spricht, meinen andere, die Methoden seien schon vorher verbreitet gewesen.

Verschiedene Versionen

Auch von den marokkanischen Behörden gibt es unterschiedliche Stellungnahmen. So gab das Innenministerium bekannt, dass es "keine organisierte Kampagne, um streunende Hunde auf der Straße zu töten" gäbe. Omar Jaid, Präsident des örtlichen Tourismusrats in der Stadt Irfane, gab gegenüber CNN jedoch zu: "Die Straßen von Straßenhunden zu säubern" sei "Teil der Vorbereitungen" für das Turnier.

Jaid betonte aber, dass man die Tiere lediglich einfangen und impfen würde. Auch das Innenministerium gab bekannt, dass man Straßenhunde kastrieren und impfen, aber keinesfalls töten will. Demgegenüber stehen aber Recherchen des Online-Magazins "The Athletic", die zeigen: Behörden bestellen gezielt Munition, um gegen Hunde vorzugehen. Auch in Schlachthäusern sollen die Tiere systematisch getötet werden.

Wie "ntv" berichtet, hat sich Marokko im Rahmen des Bieterverfahren für die WM 2030 eigentlich dazu verpflichtet, die Rechte von Tieren zu schützen. Die FIFA erklärt nun, dass man die Situation zusammen mit dem nationalen Fußballverband und der Tierschutzallianz IAWPC prüfen werde.

{title && {title} } red, {title && {title} } 22.07.2026, 12:46