"Habe Infantino angerufen"

Trump gibt Einflussnahme auf FIFA-Skandal erstmals zu

Der WM-Skandal um Folarin Balogun spitzt sich weiter zu. US-Präsident Donald Trump bestätigt nun seine Einflussnahme auf FIFA-Chef Infantino.
Sport Heute
06.07.2026, 16:46
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Der Wirbel um die überraschend aufgehobene Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun bekommt eine neue Dimension. US-Präsident Donald Trump bestätigte am Montag erstmals, dass er FIFA-Präsident Gianni Infantino persönlich um eine Überprüfung der Roten Karte gebeten hat. Er habe den Weltverbandschef kontaktiert, "weil ich nicht fand, dass es ein Foul war" und die Entscheidung der Schiedsrichter "unfair" gewesen sei.

Damit bestätigt Trump erstmals selbst den Verdacht einer politischen Einflussnahme auf ein laufendes WM-Turnier. Bereits zuvor hatten zwei mit dem Fall vertraute Quellen berichtet, dass sich der US-Präsident persönlich eingeschaltet habe. Nun räumt Trump den Anruf öffentlich ein.

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Klopp ist außer sich

Die FIFA hatte die automatische Ein-Spiel-Sperre gegen Balogun am Sonntag zur Bewährung ausgesetzt. Der Stürmer darf damit im WM-Achtelfinale gegen Belgien (Dienstag, 2 Uhr MESZ) auflaufen. Möglich macht das Artikel 27 des FIFA-Disziplinarcodes, der eine Aussetzung einer Sperre auf Bewährung erlaubt. Eine Erklärung, warum der Weltverband diesen Schritt gewählt hat, blieb bislang aus.

Die Entscheidung löste weltweit heftige Kritik aus. Der belgische Fußballverband ist bereits gegen Baloguns Einsatzberechtigung vorgegangen, da er von der FIFA "nicht die geringste Erklärung" erhalten habe. Auch zahlreiche Experten und Medien werfen dem Weltverband mangelnde Transparenz vor.

Zu den Kritikern zählt auch Jürgen Klopp. Der als möglicher Nachfolger von Julian Nagelsmann beim DFB gehandelte Erfolgscoach reagierte bei MagentaTV fassungslos auf die Enthüllungen. "Wenn das wirklich Trump und Infantino miteinander ausgemacht haben, das ist verrückt, das stellt alles infrage", sagte der 59-Jährige.

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