Die rudernden Norweger erobern nicht nur die USA. Spätestens seit dem sensationellen Viertelfinal-Einzug nach dem 2:1-Sieg gegen Brasilien geht der "Ru"-Jubel um die Welt. Schon seit Wochen sorgen die Clips der simultan rudernden Norwegen-Fans bei Spielen, auf öffentlichen Plätzen in den US-Spielorten aber auch bei Ausflügen zum Baseball in den sozialen Medien für Aufsehen.
Das Team hat den Wikinger-Trend sogleich adoptiert und jubelt nach jedem WM-Erfolg gemeinsam mit den Fans. Arsenal-Star Martin Odegaard gibt dabei als Trommler für Tausende "Ru"-Rufe den Takt vor.
Der Mittelfeld-Stratege mag auf dem Feld so manchen heimischen Fan an Österreichs einstigen Weltklasse-Zehner, Jahrhundert-Kicker Herbert Prohaska, erinnern. Am Instrument hat er dem 70-Jährigen aber was voraus. Davon bekam das ORF-Publikum am Sonntagabend eine Kostprobe.
Unmittelbar vor dem Achtelfinal-Schlager Norwegen gegen Brasilien stand im ORF-Studio eine Trommel auf dem Expertentisch. Prohaska gab den Takt vor, Moderator Bernhard Stöhr sowie die beiden Experten Jürgen Säumel und Andreas Ivanschitz folgten so gut es dem Quartett möglich war.
Heraus kam ein launiger, etwas skurriler TV-Moment, eher in eine kurze Werbepause und anschließend ins Stadion zu Kommentator Oliver Polzer und Co-Kommentator Mählich geschalten wurde. Dass Prohaska trotz offensiver Superstars wie Erling Haaland (er sollte zwei Tore machen) auf ein 1:0 getippt hatte, nahm Polzer zum Anlass für eine verbale Steilvorlage auf Mählich.
Mählich nahm sie auf: "Da stimmt wirklich was nicht. Aber, wir haben gesehen: Beim Rudern kennt er sich aus." Beiden war am schelmischen Grinsen anzusehen, dass sie ob der eben gesendeten Bilder ihrer Kollegen vom Küniglberg amüsiert waren.
Die Reaktionen im Netz gehen derweil auseinander. Unter geteilten Video-Mitschnitten reichen die Kommentare von "peinlich" bis "kultig".