Staatssekretärin Schmidt

Trump-Causa? "Dann brauchen wir gleich nicht spielen"

US-Präsident Donald Trump soll erfolgreich gegen eine WM-Sperre interveniert haben. Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt reagiert erbost.
Sport Heute
06.07.2026, 10:53
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Die Fußball-Welt ist nach der FIFA-Rolle rückwärts in Aufruhr. Am Sonntag gab der Weltverband bekannt, dass US-Stürmer Folarin Balogun nach seiner Roten Karte doch keine WM-Sperre absitzen muss. Das sorgt auch in Österreich für Ärger. Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt (SP) sagt in einer Stellungnahme zu "Heute": "Wo soll das enden?"

Der Hintergrund? Balogun hatte im Sechzehntelfinale glatt Rot gesehen, wäre gegen Belgien zum Zuschauen verdammt. Die FIFA erklärte am Sonntag jedoch, die ursprüngliche Sperre von einem Spiel zur Bewährung ausgesetzt zu haben. Balogun ist somit im Achtelfinale am Dienstag (2.00 Uhr) dabei.

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Besondere Brisanz verlieh dem Fall dann Berichte renommierter Agenturen wie der AFP, US-Präsident Donald Trump habe für das Team des Austragungslandes interveniert. Für Fans, Experten und Gegner Belgien kommt das einem Skandal gleich.

Aufgebracht reagierte am Montag Staatssekretärin Schmidt.

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Ihr Statement gegenüber "Heute": "Dass der US-Präsident ernsthaft versucht, in das Spielgeschehen einer Fußball-WM einzugreifen, ist schon für sich gesehen absurd. Dass er damit aber auch noch Erfolg hat, ist ein unglaublicher Tabubruch. Regeln müssen für alle gelten, und das Spiel muss auf dem Rasen entschieden werden und nicht im Oval Office. Wo soll das enden? Ruft dann Emmanuel Macron an, um eine Rote Karte für Kylian Mbappé aufheben zu lassen? Dann brauchen wir gar nicht mehr spielen. Wenn das so weiter geht, wird aus der Fußball-WM eine durchgescriptete Reality-Show, wo schon vor Spielbeginn feststeht, wer wie viel Tore schießt."

Schmidt weiter: "Es ist jedenfalls hoch an der Zeit, dass der europäische Fußball sich auf die Hinterfüße stellt und für eine integre Führung der FIFA sorgt. So kann es nicht weitergehen!"

Die WM-Karte wird zum internationalen Politikum und setzt die FIFA unter Druck. Auch aus anderen Teilnehmer-Nationen mehren sich die kritischen Stimmen über das Vorgehen im Fall Balogun.

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