Der ehemalige FIFA-Boss teilt aus! Sepp Blatter attackiert seinen Nachfolger, Gianni Infantino, verbal, holt zu einem Rundumschlag gegen den Weltverband aus und kritisiert auch die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko scharf.
Im Interview mit dem ZDF rechnete Blatter gnadenlos mit der aktuellen FIFA-Führung ab. Vor allem Infantino sei längst zu weit vom eigentlichen Fußball entfernt. "Der Präsident, der jetzt da ist, der redet nur noch mit Staatschefs, reist mit Jets um die Welt und hat vergessen, dass die Essenz der FIFA das Spiel ist", schimpfte der Schweizer.
Noch deutlicher wurde Blatter bei der Machtverteilung im Weltverband. "Die FIFA ist im Moment eine Diktatur. Alles, was der Präsident sagt, wird gemacht. Und alles andere wird zum Schweigen gebracht", erklärte der frühere FIFA-Boss. Für Blatter steht fest: "Die FIFA ist eben nicht mehr eine respektable Organisation. Am Kopf ist es nicht gut."
Doch auch mit der aktuellen Entwicklung des Fußballs kann Blatter wenig anfangen. "Es geht nur noch ums Geld und nicht mehr um das Spiel", kritisierte der 90-Jährige. Sogar die kommende WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko bekam ihr Fett ab. Das Turnier wird erstmals mit 48 Teams ausgetragen – für Blatter ein Fehler. "Diese WM, die jetzt da kommt, da schert sich niemand um Nachhaltigkeit", sagte der Ex-Funktionär und legte nach: "Wenn ich noch da wäre, wäre das nicht passiert."
Ironisch dabei: Auch Blatters eigene Amtszeit war höchst umstritten. Der Schweizer führte die FIFA von 1998 bis 2015, trat schließlich im Zuge massiver Korruptionsermittlungen zurück. Nachfolger wurde Gianni Infantino, der den Verband seither führt und 2027 erneut kandidieren will.