Nach dem verheerenden Rekordjahr 2024 gibt es im Amazonasgebiet erstmals wieder Grund zur Hoffnung. Laut dem Überwachungsnetzwerk MapBiomas brannten heuer gut drei Millionen Hektar Wald ab – die niedrigste Fläche seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1983.
Zum Vergleich: Im Vorjahr zerstörten Brände noch knapp 16 Millionen Hektar. Damals hatte eine außergewöhnliche Dürre die Feuer massiv begünstigt.
Als Hauptgründe für den deutlichen Rückgang nennen Experten die verspätete Regenzeit zwischen 2024 und 2025. Dadurch konnten in vielen Regionen geplante Brandrodungen gar nicht erst durchgeführt werden.
Zudem wurde weniger Wald abgeholzt, wodurch auch weniger trockenes Brennmaterial vorhanden war. Nach den verheerenden Bränden des Vorjahres habe außerdem die Bevölkerung verstärkt mitgeholfen, neue Feuer einzudämmen.
Nicht überall entspannte sich die Lage. In der Savannenlandschaft Cerrado in Zentralbrasilien wüten weiterhin großflächige Brände.
Die Koordinatorin des Berichts, Ane Alencar, warnt zudem vor einem möglichen Super-El-Niño noch in diesem Jahr. Das Klimaphänomen könnte längere Trockenperioden auslösen und das Risiko neuer Waldbrände deutlich erhöhen.
Der Amazonas-Regenwald spielt eine zentrale Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Seine riesigen Waldflächen binden große Mengen an Treibhausgasen und gelten deshalb als einer der wichtigsten natürlichen CO₂-Speicher der Erde.