Eine Bewohnerin eines Pflegeheims im US-Bundesstaat Minnesota hat eine Gesetzesänderung durchgesetzt. Künftig dürfen Pflegeheime und Einrichtungen für betreutes Wohnen bei besonderen Anlässen Alkohol ausschenken, ohne dafür eine teure Alkohollizenz zu benötigen.
Auslöser war eine Entscheidung in ihrer Seniorenresidenz. Dort durfte nach einem Verstoß gegen die bisherigen Vorschriften keine Happy Hour mehr stattfinden. Nach Renovierungsarbeiten war bei einer Feier Champagner ausgeschenkt worden, obwohl das nicht erlaubt war.
Damit wollte sich die 82-jährige Anita LeBrun nicht abfinden. Die fünffache Großmutter sprach zweimal vor dem Parlament des Bundesstaates für eine Änderung der Regeln. "Nur weil wir älter sind und in betreuten Wohneinrichtungen leben, heißt das nicht, dass wir weniger Freiheiten haben sollten als andere", erklärte die Rentnerin laut BBC.
Mit Erfolg: Minnesotas demokratischer Gouverneur Tim Walz unterzeichnete schließlich das Gesetz. Es trägt inzwischen den Spitznamen "Happy Hour für Großeltern".
Erst im Juni hatte eine weitere Pensionistin in den USA mit ihrem Umgang mit Alkohol für Aufsehen gesorgt. Die 96-jährige TikTok-Influencerin Lillian Droniak wurde von ihrem Pflegeheim aufgefordert, keine Partys mehr in ihrem Zimmer zu veranstalten und keinen Alkohol an andere Bewohner auszuschenken.
Als Grund wurden Sicherheitsbedenken genannt. Droniak erklärte daraufhin in einem Video, sie wolle weiterhin mit ihren Freundinnen feiern. Später bestätigte ihr Enkel der BBC, dass der Streit beigelegt wurde. Besuche seien weiterhin erlaubt, Alkohol dürfe sie ihren Gästen allerdings nicht mehr ausschenken.