Paramount ausgebremst

US-Gericht stoppt vorerst Übernahme von Warner Bros.

Eine Richterin stoppt vorerst die milliardenschwere Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance in den USA.
Digital  Heute
20.07.2026, 21:15
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Eine Bundesrichterin in Kalifornien hat die geplante Übernahme vom Film- und Medienriesen Warner Bros. Discovery (WBD) durch den Konkurrenten Paramount Skydance vorerst gestoppt. Die Richterin in Oakland bei San Francisco kündigte laut einem Gerichtsdokument am Montag an, dass sie den Fall zuerst genau prüfen will.

Kalifornien und elf weitere US-Bundesstaaten haben vor einer Woche beim Bundesgericht Klage eingereicht. Sie meinen, die bereits genehmigte Übernahme würde zu "höheren Preisen, geringerer Qualität und weniger Inhalten" für das Publikum führen.

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Die zwölf von Demokraten regierten Bundesstaaten berufen sich auf ein Bundesgesetz, das Fusionen verbietet, wenn der Wettbewerb dadurch stark eingeschränkt wird. Neben Kalifornien klagen auch Arizona, Colorado, Connecticut, Massachusetts, Minnesota, Nevada, New Jersey, New Mexico, New York, Oregon und Washington.

97 Milliarden Euro

Die US-Regierung hatte die Übernahme, zu der auch der bekannte Nachrichtensender CNN gehört, im Juni ohne Auflagen durchgewunken. Das Justizministerium erklärte, der Zusammenschluss werde "voraussichtlich nicht zu einer Beeinträchtigung des Wettbewerbs und der amerikanischen Verbraucher" führen.

Das Geschäft hat ein Volumen von rund 111 Milliarden Dollar, also etwa 97 Milliarden Euro. Paramount will die gesamte WBD-Gruppe kaufen – inklusive Fernsehsendern wie CNN.

Hinter Paramount stehen Chef David Ellison und sein Vater Larry Ellison vom Softwareunternehmen Oracle. Beide unterstützen Präsident Donald Trump. Kritiker der Fusion befürchten deshalb, dass die redaktionelle Unabhängigkeit von CNN in Gefahr geraten könnte.

Paramount und Warner Bros. haben die Vereinbarung Ende Februar unterschrieben, nachdem sich der Streamingdienst Netflix aus dem Übernahmekampf zurückgezogen hatte. Ende April haben dann auch die Aktionäre zugestimmt.

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