Urlauber und Anrainer an der Adria müssen sich auf gefährliches Wetter einstellen. Nach den Unwettern zum Wochenstart verschärft sich die Lage am Dienstag weiter. Für Teile Italiens, Sloweniens, Kroatiens, Bosniens und Herzegowinas, Montenegros sowie Serbiens wurden Wetterwarnungen ausgegeben.
Besonders betroffen sind die Küstenregionen an der Adria. Meteorologen rechnen mit schweren Gewittern, Starkregen, Hagel und Sturmböen mit bis zu 120 km/h. Auch Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur sind nicht ausgeschlossen.
Vor allem auf See wird die Situation gefährlich. Wegen hoher Wellen und stürmischer Winde raten die Wetterdienste dringend davon ab, mit Booten auszulaufen. In den vergangenen Tagen waren bereits mehrere Segelboote gestrandet.
Der kroatische Wetterdienst warnt eindringlich: "Es werden stürmisches Wetter und Windböen auf See mit Orkanstärken von bis zu 120 km/h erwartet. Gerade im Sommer, wo sich viele Menschen auf See befinden - darunter auch viele unerfahrene Touristen - sind solche Situationen äußerst gefährlich. In den letzten Tagen kam es bereits zu zahlreichen Strandungen von Segelbooten und ähnlichen Vorkommnissen und die Lage könnte sich speziell in den Abendstunden deutlich verschärfen."
Für Teile Italiens gilt die höchste beziehungsweise zweithöchste Warnstufe. Betroffen sind unter anderem die Emilia-Romagna, die zentrale und südliche Adria sowie Sardinien, Sizilien und weitere Regionen im Süden des Landes. Meteorologen schließen dort langlebige Superzellen, sehr großen Hagel, zerstörerische Windböen und örtlich sogar Tornados nicht aus.
Auch in Slowenien und Kroatien gelten Warnungen. In Kroatien sind unter anderem Istrien, Rijeka, Split, Dubrovnik sowie Mittel- und Süd-Dalmatien betroffen. In Dubrovnik wird gleichzeitig vor extremer Hitze, Gewittern und Sturm gewarnt. Bereits am Dienstagvormittag gingen über Rovinj tischtennisballgroße Hagelkörner nieder.
Die gefährlichste Phase wird in Italien zwischen 14 und 23 Uhr erwartet. Im Laufe des Tages könnten sich die Gewitter weiter in Richtung der östlichen Adriaküste ausbreiten. "Der genaue Verlauf und die Intensität der Gewitter hängen von der Entwicklung der Lage im Laufe des Tages ab. Die orange Warnstufe bedeutet jedoch, dass lokal extreme und gefährliche Wetterereignisse möglich sind", erklären die Meteorologen von DHMZ.
Urlauber und Anrainer werden aufgerufen, die Wetterwarnungen genau zu verfolgen, lose Gegenstände zu sichern und sich bei Gewittern keinesfalls auf See oder im Freien aufzuhalten.