Täglich sind Tausende Autos, Radfahrer und Fußgänger auf Oberösterreichs Landesstraßen unterwegs. Doch gerade in den Wintermonaten geraten Asphalt und Unterbau massiv unter Druck.
Der Grund sind die ständigen Frost-Tauwechsel. In feine Risse im Asphalt dringt Wasser ein, gefriert bei Minusgraden und dehnt sich aus. Dadurch wird die Straßenstruktur geschädigt. Wiederholt sich dieser Vorgang mehrmals, entstehen Frostaufbrüche, Netzrisse und schließlich Schlaglöcher. Besonders stark betroffen sind viel befahrene Strecken. Gerade jetzt am Ende des Winters sind die Belastungen extrem.
"Frost- und Tauperioden belasten unser Straßennetz jedes Jahr aufs Neue. Kleine Schäden können sich durch die Temperaturschwankungen rasch vergrößern und zu Frostaufbrüchen oder Schlaglöchern führen. Daher ist eine konsequente Instandhaltung entscheidend", betont Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ).
Heuer war der Winter besonders wechselhaft, mit häufigen Temperaturschwankungen rund um den Gefrierpunkt. Deshalb rechnet das Land im Frühjahr mit einem erhöhten Sanierungsbedarf. Dauerhafte, großflächige Reparaturen sind allerdings erst bei stabilen Plusgraden möglich.
Rund 4 Millionen Euro werden jedes Jahr investiert, um Schäden aus Frost-Tau-Phasen zu beheben. Nach dem Winter werden akute Schadstellen zunächst mit Kaltasphalt verfüllt, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Zusätzlich folgen gezielte Ausbesserungsarbeiten auf besonders betroffenen Abschnitten.