Hier gibt es bereits Fälle von mutiertem Coronavirus

Eine Reihe von EU-Ländern schottet sich gegen eine neue, ansteckendere Coronavirus-Variante in Großbritannien ab.
Eine Reihe von EU-Ländern schottet sich gegen eine neue, ansteckendere Coronavirus-Variante in Großbritannien ab.Rolf Vennenbernd / dpa / picturedesk.com
Die neue Variante des Coronavirus, die in England entdeckt wurde, bereitet Behörden Sorgen. Auch in anderen Ländern wurde die Mutation nachgewiesen.

Die Briten müssen sich abschotten. Premierminister Boris Johnson hat Weihnachten bereits abgesagt. Die neue Variante des Coronavirus, die sich im Südosten Englands ausbreitet, ist laut ersten Erkenntnissen der Forscher um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form.

Das Land stehe vor einer enormen Herausforderung, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock. "Die neue Variante ist außer Kontrolle, und wir müssen sie wieder unter Kontrolle bekommen", betonte Hancock am Sonntag gegenüber der "BBC".

Flüge gestoppt

Einige EU-Länder haben bereits Flüge von und nach Großbritannien gestoppt. Auch in Österreich wird ein Landeverbot für Flüge aus Großbritannien verhängt. "Die Details dazu werden aktuell erarbeitet", heißt es aus dem Gesundheitsministerium.

Doch die Mutation wurde nicht nur in England nachgewiesen, bisher gab es elf Fälle außerhalb von Großbritannien, davon neun in Dänemark und je einer in den Niederlanden und Australien.

WHO ruft zu Verschärfung der Maßnahmen auf

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ihre europäischen Mitgliedsstaaten angesichts einer neuen Variante des Coronavirus zu einer Verschärfung ihrer Corona-Maßnahmen aufgerufen. "In Europa, wo die Übertragung hoch und weit verbreitet ist, müssen die Länder ihre Kontroll- und Vorbeugemaßnahmen verstärken", sagte eine Sprecherin der WHO-Europa am Sonntag.

Laut Forschern ist die Mutation ansteckender, bisher gebe es aber keine Beweise, dass die neue Variante mehr oder schwerere Krankheitsverläufe auslöst. Weiters gehen die Behörden davon aus, dass Impfstoffe auch gegen die Mutation wirksam sind.

Dennoch sind die Folgen für das Gesundheitssystem ein Grund zur Sorge. Derzeit seien mehr als 18.000 Infizierte in Großbritannien in den Krankenhäusern, das seien fast so viele wie zum Höhepunkt der ersten Infektionswelle im Frühjahr.

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