Selfies gehören für viele zum perfekten Urlaub dazu. Ein schnelles Foto vor einer berühmten Sehenswürdigkeit, das man dann auf Social Media teilen kann - was soll daran schon falsch sein?
Doch was viele nicht wissen: An einigen der beliebtesten Touristenorte weltweit sind Selfies und andere Fotos strikt verboten. Wer erwischt wird, muss teilweise mit Strafen von bis zu 3.000 Euro rechnen.
Laut chip.de ist etwa im berühmten Tower of London das Fotografieren in mehreren Bereichen untersagt. Im Martin Tower, in den Royal Chapels und im Jewel House, wo die britischen Kronjuwelen aufbewahrt werden, dürfen keine Bilder geschossen werden - vermutlich aus religiösen oder Sicherheitsgründen.
Besonders drastisch sind die Maßnahmen in Indien. Im Jahr 2019 verzeichnete das Land über 150 Todesfälle durch Selfie-Unfälle - mehr als jedes andere Land der Welt. Daher hat die indische Regierung in den vergangenen Jahren zahlreiche Selfie-Verbotszonen eingerichtet.
Allein im Bundesstaat Goa, bekannt für seine malerischen Strände, aber auch für gefährliche Klippen und reißenden Wellengang, gibt es mittlerweile über 20 No-Selfie-Zonen.
Auch am glamourösen Strand von Garoupe an der französischen Côte d’Azur gilt seit 2014 ein striktes Selfie-Verbot. Die Behörden wollen, dass Gäste ihren Aufenthalt genießen, anstatt die Zeit mit Fotografieren zu verbringen.
In Italien greifen immer mehr Gemeinden zu ähnlichen Maßnahmen. Im berühmten Dorf Vernazza an der Cinque Terre kostet ein Foto in abgesperrten Zonen mittlerweile 50 Euro. Auslöser war ein Vorfall, bei dem eine Touristin beinahe ertrunken wäre, als sie bei rauer See Fotos machen wollte.