10 Zentimeter Schnee pro Stunde – hier ging nichts mehr

Schneefälle bis ins Tiefland, teils 10 cm in einer Stunde.
Schneefälle bis ins Tiefland, teils 10 cm in einer Stunde.EXPA / APA / picturedesk.com
Nachdem Sonntagfrüh Lawinenwarnstufe 5 über Osttirol verhängt wurde, "versanken" auch die ersten Autos am Nachmittag in den Schneemassen.

Am zweiten Adventswochenende kam es in ganz Tirol zu massiven Schneefällen. Die Einwohner Tirols wurden aufgrund der Wetterlage sogar dazu aufgerufen, unnötige Fahrten mit dem Auto zu vermeiden. In Osttirol und in Lienz gab es bereits die ersten Stromausfälle. Einige Ortschaften rechnen sogar damit, von der Außenwelt abgeschnitten zu werden.

Am Sonntagmorgen wurde dann eine sehr große Lawinengefahr mit der höchsten Warnstufe 5 in Osttirol ausgerufen. Auch gab es enorme Neuschneemengen im westlichen Kärnten und Oberkärnten, die Niederschlagsmengen lagen teilweise im Rekordbereich - Frau Holle wütete am Wochenende also. Aufgrund des Schnee-Chaos kam es daher vielerorts zu Straßen- und Bahnsperren. Die Einsatzkräfte waren in den betroffenen Regionen rund um die Uhr im Einsatz. Stromausfälle, vereinzelte Murenabgänge und überflute Keller sowie Bahn- und Straßensperren hielten die Einsatzkräfte auf Trab.

Bis zu 10cm Neuschnee in einer Stunde

Die Lage in Osttirol war den ganzen Sonntag über besorgniserregend - sämtliche Zufahrtsstraßen in die Täler werden von den Einsatzkräften abgeriegelt. Selbst die Polizei kam wegen der enormen Schneemassen kaum dazu, ihr Einsatzfahrzeug vom Dauerschnee zu befreien und fuhr mit teilweise zugeschneitem Blaulicht zu Einsätzen. Auch die Stromversorger haben alle Hände voll zu tun, um die Stromleitungen von der schweren Schneelast zu befreien, damit es nicht zu Stromausfällen kommt.

Im Verlauf des Tages musste dann auch die Feuerwehr die ersten Fahrzeuge aus den Schneemassen retten. Besonders in Lienz sorgte der Schnee für riesiges Chaos - nichts ging mehr in der Lienzer Innenstadt. Schneefälle von teils 10 cm in einer Stunde bis ins Tiefland, brachten den Verkehr in der Innenstadt sozusagen zum Stillstand. Die Feuerwehr Lienz war am Sonntagnachmittag im Dauereinsatz. Neben Kellern die leergepumpt werden mussten,  wurden sogar LKWs mit Kettenseil aus der Innenstadt geschleppt. Die Polizei regelte unterdessen den Verkehr.

Auch Autofahrer hatten keine Chance. Sie drehten mit ihren Rädern im Schnee einfach durch. Der schwere Schnee hat abgesehen davon auch Äste auf Autos krachen lassen.

Entspannung ab Montag

Bis in die Nacht auf Montag hält die gefährliche Wetterlage weiterhin an, ab dann lassen Regen und Schneefall in den betroffenen Regionen aber deutlich nach. Im Lauf der Nacht breitet sich Regen auch immer mehr in den Osten aus.

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