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Hier schaffen Prostituierte trotz Lockdowns weiter an

Seit dem Lockdown ist nicht nur die Gastronomie geschlossen, sondern auch Puffs und Bordelle. Prostituierte bieten nun ihre Dienste zu Hause an.
Maxim Zdziarski
06.11.2020, 20:53

Seit Dienstagmitternacht ist ganz Österreich im zweiten Lockdown. Um die rasante Ausbreitung des Coronavirus zu stopppen, wurden Restaurants, Bars, Theater, Kinos, Fitnessstudios, Schwimmbäder und Bordelle geschlossen. Auch Ausgangssperren zwischen 20 und 6 Uhr sollen zur Eingränzung der Pandemie führen. Hotels haben nur noch für Geschäftsreisende geöffnet. 

In der Sex-Branche haben die neuen Maßnahmen zu massiven Einschränkungen geführt und die Prostituierten müssen sich nun überlegen, wie sie über die Runden kommen. Wie "Heute" berichtete, sind zwar Bordelle geschlossen, allerdings dürften Laufhäuser weiter geöffnet haben. Rechtsanwalt Arthur Machac sah sich die Corona-Verodnung genauer an und stellte fest, dass die Wohnungsprostitution durchaus erlaubt ist. Der Grund: Sex-Arbeiterinnen sind in Laufhäusern Mieterinnen und deren private Bereiche dürften somit geschützt sein. Ähnlich sieht es in Wohnungen aus, in denen Prostituierte ihre Dienste anbieten. 

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Laufhäuser wegen Lockdowns zu

Ein Blick auf die Homepages namenhafter Laufhäuser zeigt aber, dass die Sex-Arbeiterinnen derzeit nicht verfügbar sind. Auf den Seiten werden Kunden darüber informiert, dass vom 3. bis 30. November aufgrund gesetzlicher Verordnungen geschlossen ist. Dennoch bieten Frauen auf diversen Sex-Seiten weiterhin ihre Dienste an. Wo diese erbracht werden und in welchem Rahmen sie ablaufen, bleibt unklar. Für Terminvereinbarungen sind jedenfalls E-Mail-Adressen und Telefonnummern hinterlegt. Der Rest ist dann wohl Verhandlungssache.

Sex-Arbeit findet trotzdem statt

Ein Insider verrät gegenüber "Heute", dass die Dienstleistungen nun in Wohnungen angeboten werden. "Die Damen müssen immerhin ihren Lebensunterhalt verdienen und weil das jetzt verboten ist, wird in privaten Räumlichkeiten angeschafft", erzählt der Wiener, der anonym bleiben möchte. "Heute"fragte bei einem Laufhaus in Wien nach, wie es mit den Corona-Maßnahmen aussieht. "Sex-Arbeit ist in einem gewerblichen Betrieb, wie beispielsweise bei uns, nicht erlaubt. Prostituierte dürfen ihre Kunden bis 20 Uhr allerdings zu Hause besuchen", stellt der Besitzer klar. 

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