Kolumne LiebesLeben

Hier spricht das Alter: Teens verstehen (nicht) alles

Man merkt das Älterwerden verstärkt daran, dass man nicht mehr dieselbe Sprache spricht, wie die eigenen Kinder oder andere jüngere Menschen.
Sandra Kartik
20.05.2026, 06:00
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Ein Gesprächsversuch mit dem Teenager: Hast du Hausaufgaben? Keine Antwort. Nochmalige Nachfrage, Stille. Laute Rufe, wieder nichts. Ein schon etwas angespannter Blick ins Jugendzimmer bestätigt: Kopfhörer sind drauf, hypnotischer Blick auf den Bildschirm. Dazu gesellt sich das eher überschaubare Interesse am Thema Lernen an sich.

Anderes Szenario, selbe Personen: Mama, bitte komm jetzt nicht rein, ich nehm ein YouTube-Video auf. Nach geduldigem Abwarten dann ein zögerlicher Versuch der Kontaktaufnahme per WhatsApp, in den Worten des Teens: Ich will lowkey mit dir reden. Ein bisschen lustig, aber auch peinlich ("cringe"). Mutti sucht eine gemeinsame Sprache, findet dabei aber nur raus, dass das Älterwerden bisweilen unbarmherzig ist.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Ich schreibe wöchentlich über das Thema Liebe und das Leben. Was beschäftigt dich? Maile mir gerne: [email protected].

Man ist nicht mehr cool, schon der Ausdruck entlarvt, wie lange die eigene Kindheit zurückliegt. Dasselbe bekommt man gelegentlich in der Arbeitswelt oder beim Ausgehen zu spüren. Referenzen auf Menschen, TV-Shows oder Bücher gehen bei viel Jüngeren ins Leere, sie sind Relikte früherer Generationen. Genau wie eine gewisse Art von Humor. Es sind weniger körperliche Beschwerden, die das Älterwerden einläuten, als das leise Verschwinden einer gemeinsamen Sprache.

{title && {title} } sk, {title && {title} } 20.05.2026, 06:00
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen