Seit Jahren engagieren sich Claudia und Wolfgang Kaltenegger aus Traiskirchen-Möllersdorf (Bezirk Baden) ehrenamtlich im Tierschutz. Konkret: Sie betreiben eine offizielle Wildtierauffangstation. In ihrem Garten tummeln sich Rehkitze, Vogeljunge, Igelbabys, Eichhörnchen-Kinder und viele andere Vierbeiner.
Tag und Nacht sind die beiden im Notfall erreichbar, um sich um die tierischen Unfallopfer oder Waisenkinder zu kümmern, die oftmals stündlich – natürlich auch nachts – gefüttert werden müssen.
Auch lesen: Partygäste retten verwaistes Siebenschläfer-Baby
Die Niederösterreicher haben sich mit ihrer professionellen Arbeitsweise bereits über die Grenzen der Region einen Namen gemacht, immer öfter werden sie wegen Fundtieren kontaktiert. Und dementsprechend viele Schützlinge beherbergen sie mittlerweile im eigenen Garten.
Doch nun reicht der Platz bei Weitem nicht mehr aus, wie Claudia Kaltenegger berichtet. "Wir sind auf der Suche nach einem Grundstück mit 5000 und besser viel mehr Quadratmetern. Schön wäre, wenn wir in der Umgebung in Traiskirchen etwas finden könnten, da wir gerne unser Haus behalten würden und gerade hier in der Gegend großer Bedarf für verwaiste, verletzte Wildtiere besteht", sagt sie.
Mit der Erweiterung der Pflegestelle will sie auch gleich ein größeres Tierschutzprojekt starten. "Wir planen ein Projekt mit Unterstützung von Veterinären, Amtstierarzt, Tierpflegern, Praktikanten, Ehrenamtlichen Freiwilligen, Spendern, Schulen, Kindergärten, Vereinen. Die Wildtierauffangstation soll verwaisten und verletzten Wildtieren die Möglichkeit geben zu genesen und aufzuwachsen. Sie soll gehandicapten Wildtieren, die zB. durch Fehlprägung oder Amputation, Sehverlust, Flügelbruch etc. nicht mehr auswilderungsfähig sind die Euthanasie ersparen und die Möglichkeit geben, artentsprechend weiterzuleben", gibt sie Einblick in ihre Traumpläne.
Auch Kindern soll dann etwas geboten werden – beispielsweise Erklärungen zum Umgang mit Wildtieren, Aufklärung oder Weiterbildung.
Claudia und Wolfgang Kaltenegger hoffen nun, über die Tierschutz-Community in Sozialen Netzwerken ein passendes Grundstück für das Großprojekt zu finden.