Das Männer-Team der Wiener ist in der Qualifikation für die Conference League an Sporting Braga gescheitert, derweil haben die Frauen vorgezeigt, wie es geht. Die rot-weiß-roten Bundesliga-Meisterinnen haben sich sensationell für die Champions League qualifiziert. Im Rückspiel der letzten Quali-Runde holten Carina Wenninger, Verena Hanshaw und Co. einen 4:0-Heimerfolg gegen Brann Bergen und drehten so die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel in Norwegen.
Matchwinnerin für Violett war Modesta Uka mit einem Dreierpack (19./Elfer, 50., 77.), Sunniva Skoglund stellte in der 66. Minute dann mit einem Eigentor auf 3:0 für die Wienerinnen. Bergens Kapitänin Karolina Haugand sah in der 76. Minute Gelb-Rot.
"Wir haben gesagt, dass wir daran glauben müssen. Wir sind so stark. Und ich bin so stolz auf das Team", strahlte Uka.
Damit schafften es die Veilchen erstmals in die Ligaphase der Champions League, für die 18 Teams qualifiziert sind. Die Auslosung steigt nun am 4. September. Die Veilchen haben schon jetzt ein Startgelt von 505.000 Euro sicher.
Die Austrianerinnen begannen blitzschnell, schon in der neunten Minute hatte Hanshaw das schnelle 1:0 auf dem Fuß, ihr Abschluss segelte ins Außennetz. Zehn Minuten später legte Kapitänin Haugland dann Uka im Strafraum. Die Gefoulte trat daraufhin selbst zum Elfmeter an und versenkte – 1:0 (19.). Damit hatten die Wienerinnen die Pleite aus dem Hinspiel gedreht.
Brann stabilisierte sich, allerdings nur bis zum Pausenpfiff, denn im zweiten Durchgang drehten die Wienerinnen dann so richtig auf. Auch dank Uka, die in der 50. Minute mit einem Schupfer ins Kreuzeck das 2:0 besorgte (50.) und in der 77. Minute einen Freistoß zum 4:0 ins lange Eck drehte. Unmittelbar davor flog Haugland mit Gelb-Rot vom Platz. Für eine Slapstick-Einlage hatte Brann-Torfrau Skoglund in der 66. Minute gesorgt. Der Ball sprang beim Stoppversuch über ihren Fuß und rollte ins Tor – 3:0 für die Austria.
Dabei hätte der Veilchen-Sieg sogar noch höher ausfallen können, nachdem Katharina Schiechtl mit einem noch abgefälschten Freistoß (59.) und Uka (81.) noch die Latte trafen.