Ein fragwürdiges Geschäft wurde mit dem Fuhrpark von Adolf Hitler veranstaltet. Ein russischer Milliardär bezahlte einen mehrstelligen Millionenbetrag für sechs Autos von früheren Nazi-Größen.
Der Russe engagierte den Oldtimer-Händler Michael Fröhlich, sich auf die Suche nach Adolf Hitlers Mercedes 770 K zu begeben. Dieser hat einen Wert von vier bis zehn Millionen Euro. Zwar hatte der Deutsche zu Beginn Bedenken, angesichts des Millionengeschäfts begann der 59-Jährige mit seinen Recherchen.
Russe kaufte sechs Nazi-Autos
Nach wochenlangen Forschungen hatte Fröhlich herausgefunden, was mit dem Auto des Massenmörders nach dem Zweiten Weltkrieg geschehen war. Für 2000 Reichsmark wurde der Mercedes in Österreich verkauft. Von dort gelangte er in ein Automuseum in Las Vegas. Ein Münchner Brauerei-Milliardär kaufte später den Wagen. Nach dessen Tod 2008 verkaufte die Witwe das Fahrzeug an einen Privatier aus Bielefeld. Dieser hatte bereits fünf andere baugleiche Modelle, die Nazi-Größen wie Außenminister Joachim von Ribbentrop gehörten.
Am Freitag trafen sich der Besitzer und der russische Milliardär, der gleich alle sechs Wagen kaufte. "Für mehrere Millionen Euro", meinte Fröhlich bei Express.de. "Das Highlight der Sammlung, der Hitler-Wagen, kommt nach Moskau." Der Oldtimer-Händler soll nun die fünf anderen Mercedes 770 K verkaufen.
Großes Geschäft mit den Autos von Staatsmännern
Die Fahrzeuge von berühmten Persönlichkeiten erfreuen sich bei Sammlern großer Beliebtheit. Für die Limosine, in der Ex-US-Präsident John F. Kennedy erschossen wurde, wurden bei einer Auktion 375.000 Euro geboten. Ein früherer Dienstwagen von Barack Obama brachte 210.000 Euro ein. Um nur 23.500 Euro ersteigerten zwei Deutsche 2005 den Citroen CX 25 Prestige, der einst DDR-Führer Erich Honecker gehörte.