Extreme Juni-Hitze

Kühlender Fluss zu warm – Schweizer AKW muss abschalten

Die Schweiz erlebt einen historischen Hitzerekord: 38,8 Grad wurden gemessen. Das Atomkraftwerk Beznau musste deshalb abgeschaltet werden.
Newsdesk Heute
27.06.2026, 17:03
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In der Schweiz herrscht derzeit eine extreme Hitzewelle. Am Freitag wurde an der Wetterstation Basel/Binningen ein neuer Rekord von 38,8 Grad gemessen - so heiß war es dort noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1897.

"Die Hitze geht unvermindert weiter", erklärte der Wetterdienst Meteoschweiz. Erst am Donnerstag war der bisherige Juni-Rekord von 36,9 Grad aus dem Jahr 1947 gebrochen worden.

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Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, hat die extreme Hitze auch Auswirkungen auf die Energieversorgung. Die beiden Reaktoren des Atomkraftwerks Beznau nahe der deutschen Grenze mussten am Freitagnachmittag heruntergefahren werden.

Aare zu warm für Kühlung

Der Grund: Die Aare, mit deren Wasser die Reaktoren gekühlt werden, ist zu warm geworden. Sowohl am Donnerstag als auch am Freitag betrug die Wassertemperatur 25 Grad. "Eine ausreichende Abkühlung ist nicht in Sicht", teilte der Energiekonzern Axpo mit.

Sobald sich der Fluss abkühlt oder eine Besserung in Sicht ist, könne die Wiederinbetriebnahme geplant werden.

Ältester Reaktor der Welt

In der Schweiz sind noch vier alte Atomreaktoren in Betrieb. Der Reaktor Beznau 1 läuft seit 1969 und ist damit der älteste noch aktive Atomreaktor weltweit. Die beiden Beznau-Anlagen sollen 2032 bzw. 2033 endgültig abgeschaltet werden.

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