Hochansteckendes "Delta Plus" alarmiert Österreich

Ein Patient auf der Intensivstation des Universitätsklinikums Tulln
Ein Patient auf der Intensivstation des Universitätsklinikums TullnHELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Eine neue Mutation des Coronavirus breitet sich auch in Österreich aus. Die Delta-Unterart AY 4.2 oder auch "Delta Plus" bereitet Experten Sorgen.

Bei der neuen Coronavirus-Mutante AY.4.2 handelt sich um eine Sub-Variante des Delta-Virus, das aktuell das Infektionsgeschehen in Europa dominiert. Aktuell breitet sie sich vor allem in Großbritannien aus, wo AY.4.2 bereits für jede zehnte Neuinfektion verantwortlich ist. Die Mutante soll bis zu 15 Prozent ansteckender als bisherige Varianten sein. Doch "Delta Plus" hat es auch bereits nach Österreich geschafft. Laut "Krone" wurden bereits mehr als 30 Fälle entdeckt.

In Israel hat ein aufgetauchter Fall bei einem elfjährigen Buben bereits für eine Dringlichkeitssitzung der Regierung gesorgt, Verschärfungen wurden bereits angekündigt. Der jüngste massive Anstieg der Fallzahlen in Österreich lässt sich aber durch die neue Mutation nicht erklären, denn hierzulande dominieren weiter die bisherigen Mutationen. Dennoch sorgen sich Experten, denn die neue Variante ist noch einmal infektiöser als die bisherigen Mutationen.

Noch ansteckender als Delta

Delta (1.617.2) war bereits weitaus ansteckender als die Alpha-Variante (B1.1.7), nämlich rund 50 bis 60 Prozent infektiöser,  und konnte diese weitgehend verdrängen. Nun soll "Delta Plus" die Ansteckungsgefahr noch einmal um 15 Prozent steigern. "Zwei Mutationen finden sich im Spike-Protein, jedoch außerhalb der Rezeptorbindungsstelle. Ob/wie sich dadurch die Viruseigenschaften ändern, ist unklar", beschreibt Virologe Andreas Bergthaler die neue Corona-Variante.

Bereits am Mittwoch erlitt Österreich bei den Neuinfektionen einen Corona-Schock: In den 24 Stunden davor gab es insgesamt 3.727 Neuinfektionen und 13 Todesfälle. Zum Vergleich: vor einer Woche, am 13. Oktober, waren es 2.614 Corona-Fälle gewesen, mehr als jetzt verzeichnete Österreich seit Monaten nicht mehr. Derzeit befinden sich 962 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung. Davon werden 218 auf Intensivstationen betreut.

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