Im Zentrum von Manhattan musste ein Hochhaus mit 37 Stockwerken am Dienstagmorgen (7. Juli) kurzfristig evakuiert werden.
Das Gebäude, das sich derzeit im Umbau befindet, wurde nach Angaben der Behörden aus Sicherheitsgründen geräumt, da sich Stahlträger offenbar verbogen hatten (siehe Bild unten).
Rund um das frühere Hauptquartier des Pharmakonzerns Pfizer an der 42nd Street wurde ein weiträumiges Gebiet abgesperrt. Auch benachbarte Gebäude mussten vorsorglich geräumt werden. Feuerwehr und Polizei waren mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort und versuchen nun, das Bauwerk zu stabilisieren. Auslöser für den Einsatz waren herabfallende Steine.
Wie t-online unter Berufung auf die Nachrichtenagenturen dpa und AFP berichtet, stellten Einsatzkräfte fest, dass sich zwei Säulen im 21. und 22. Stock verformt hatten.
Die Böden zwischen dem 21. und 26. Stockwerk seien durchgebogen. Verletzte gab es laut Angaben bisher keine.
Clifford Johnsen von der Baugewerkschaft Steamfitters Local 638 äußerte scharfe Kritik an den laufenden Umbauarbeiten.
Seiner Ansicht nach habe das Aufsetzen zusätzlicher Stockwerke zu einer Überlastung der Stützpfeiler geführt. 'Ich bin seit 21 Jahren im Baugewerbe und habe noch nie einen Träger gesehen, der sich in der Mitte durchbiegt – das ist hochgradig gefährlich', sagte Johnsen.
Die Gebäudebehörde von New York teilte mit, dass Statiker vor Ort seien und die Struktur des Hauses an der 235 East 42nd Street untersuchen.
Die genaue Ursache für die statischen Probleme ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.