Am Sonntag endete die Auktion eines Porsche 911 Targa, den einst Jörg Haider gelenkt hatte. Den Zuschlag erhielt ein Mann aus Vorarlberg, der 90.250 Euro für den flotten Flitzer bot. Das Problem: Er kann nicht bezahlen und streitet ab, an der Versteigerung teilgenommen zu haben.
Exakt 60 Bieter wollten den edlen Sportwagen, den ein Kärntner Unternehmer versteigerte, ihr Eigen nennen. Vorbesitzer des 320 PS starken Boliden war der verstorbene Landeshauptmann Jörg Haider.
Am Sonntag um 20:00 Uhr endete die Auktion. Ein Vorarlberger hatte das höchste Gebot abgegeben und somit den Zuschlag erhalten. Dieser wollte heute von seinem "Glück" aber nichts wissen. Ludwig Sadiak von der Firma cavinnash, welche die Auktion für den Besitzer abgewickelt hatte, erreichte den Mann erst im zweiten Versuch telefonisch. "Dabei hat mir der Käufer mitgeteilt, dass es ihm unerklärlich ist, er aber an der Auktion auf eBay gar nicht teilgenommen habe", erklärt Sadiak auf Nachfrage von heute.at.
Laut Online-Auktionshaus ebay ging bei der Versteigerung aber alles mit rechten Dingen zu. Der Höchstbieter wird nun geklagt, da ein rechtmäßiger Kaufvertrag zustande kam. Das Problem: Der Höchstbieter kann sich das Auto gar nicht leisten. Mit jedem Tag, an dem er sich den Porsche nicht abholt, wird er übrigens teurer, weil die Lagerkosten und die Bewachung verrechnet werden müssen.