Höchster Anstieg – nun gibt Minister Verhaltensregeln

"Der Babyelefant lebt noch": Gesundheitsminister Anschober gibt keine Corona-Entwarnung.
"Der Babyelefant lebt noch": Gesundheitsminister Anschober gibt keine Corona-Entwarnung.picturedesk.com
Am Freitagvormittag informierte Gesundheitsminister Anschober über die wichtigsten Maßnahmen gegen Corona: "Der Babyelefant lebt noch!"

"Er ist uns zwar nicht mehr per Strafsanktion zwingend vorgeschrieben, aber wir leben und lieben den Babyelefanten. Wir müssen den Mindestabstand weiterhin praktizieren", begann der grüne Gesundheitsminister die Pressekonferenz.

Keine Entwarnung

Gemeinsam mit Miranda Suchomel vom Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie der Meduni-Wien und Florian Thalhammer, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Infektiologie, gab der Gesundheitsminister die wichtigsten Verhaltensregeln gegen die Verbreitung des Coronavirus bekannt.

"Wir sind derzeit bei einem Reproduktionsfaktor von 1,07", zeigt sich Anschober zufrieden. Dies sei dennoch kein Anzeichen für eine Corona-Entwarnung. Im Gegenteil: Die offiziellen Zahlen aus dem Innenministerium gaben Anlass zu noch stärkerer Wachsamkeit. In nur einem Tag gab es in Österreich gleich 175 Neuinfektionen mit Covid-19 – so viele, wie seit 11. April, als die erste Welle langsam am Abflachen war, nicht mehr.

Mehr Jugendliche unter Neu-Infizierten

"Österreich testet derzeit so viel wie noch nie", erklärt Anschober. Bislang wurden 890.000 Österreicher auf Covid-19 getestet, auch Testangebote für Reiserückkehrer in Grenznähe seien ein Thema. "Je mehr wir testen, gerade vor dem Herbst, desto besser. Deshalb testen wir Menschen beispielsweise in riskanten Gesundheitsberufen - auch völlig unabhängig davon, ob es Symptome gibt oder nicht." Verpflichtende Tests soll es dennoch weiterhin keine geben.

Seit der schrittweisen Corona-Öffnung Mitte April hätte sich besonders der Anteil der jugendlichen Neu-Infizierten drastisch erhöht. So haben sich beispielsweise in St. Wolfgang (Oberösterreich) mehrere Praktikanten in ihrer Freizeit in Clubs getroffen und so das Virus verteilt. "Wir alle können betroffen sein, wenn wir leichtfertig sind", appelliert der Gesundheitsminister. Es sei Sache des Hausverstands, weiterhin die Hygienemaßnahmen zu leben, den Mund-Nasen-Schutz konsequent handzuhaben und den Mindestabstand - Stichwort: "Babyelefant" - einzuhalten.

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