Marina Hoermanseder (40) hat in Berlin wieder einmal bewiesen, dass ihre Shows mehr sind als klassische Laufsteg-Präsentationen. Unter dem Motto "Outer Space" zeigte die Wiener Designerin ihre neue Kollektion, samt futuristischer Effekte und jeder Menge Inszenierung. "Für mich gehört zu einer Fashion Show einfach mehr dazu, als nur Kleidung zu zeigen, sie soll die Menschen für einen kurzen Moment in eine andere Welt mitnehmen", erzählt sie im Gespräch mit "Heute".
Ein Highlight der Show war ein exklusives Design-Piece, das gemeinsam mit "essie" entstanden ist und von Céline Bethmann präsentiert wurde. "Es steckt unglaublich viel Herzblut darin und ich liebe diesen Moment, wenn die Looks zum ersten Mal auf dem Runway lebendig werden", so Hoermanseder.
Ihre Wurzeln hat die Designerin in Wien, beruflich geprägt wurde sie aber vor allem in Berlin. "Wien wird immer meine Heimat bleiben, aber als Designerin hat mich Berlin am meisten geprägt", sagt sie. Dort studierte sie, gründete ihr Label und zeigte ihre ersten Kollektionen. Der Schritt in die deutsche Hauptstadt sei rückblickend "definitiv eine sehr wichtige Entscheidung" gewesen.
Heute tragen Stars wie Lady Gaga, Kylie Jenner und Heidi Klum ihre Entwürfe. Besonders mit Klum verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit. "Heidi trägt meine Designs seit vielen Jahren immer wieder und unsere Wege kreuzen sich immer wieder. Gerade in unserer Branche ist so eine langjährige Verbindung alles andere als selbstverständlich", freut sich Hoermanseder.
Zuletzt sorgte die Designerin mit Aussagen über Muttersein und Arbeit für Diskussionen. Gerechnet habe sie mit den heftigen Reaktionen nicht. "Ich habe im Podcast einfach meine persönliche Realität beschrieben. Das war nie als allgemeingültiger Rat gemeint, sondern als Einblick in mein eigenes Leben", stellt sie klar.
Dass Mütter und Väter in der Öffentlichkeit oft unterschiedlich beurteilt werden, sieht sie durchaus. "Ich glaube schon, dass Mütter und Väter oft unterschiedlich bewertet werden." Noch wichtiger sei ihr aber, dass man Familien nicht ständig von außen bewertet. "Jede Familie findet ihren eigenen Weg und ich wünsche mir, dass wir das einfach öfter respektieren."
Mit Kritik im Netz geht Hoermanseder inzwischen gelassener um. "Über die Jahre entwickelt man ein dickeres Fell und manchmal hilft es auch, die Dinge mit ein bisschen Humor zu sehen. Man kann es ohnehin nie allen recht machen."
Und welchen Rat würde sie ihrem jüngeren Ich geben? Da wird die Designerin herrlich ehrlich: "Bitte zupf deine Augenbrauen nicht so dünn", lacht sie. Ansonsten würde sie wenig ändern, denn jede Erfahrung habe sie dorthin gebracht, wo sie heute steht.