Am Freitagabend kam es – wie von "Heute" berichtet – zu beängstigenden Szenen auf der Südautobahn (A2). Gegen 21 Uhr kam es auf Höhe Traiskirchen zu einem Stau. In weiterer Folge sollen sich Dutzende Personen auf der Fahrbahn befunden haben. Zeugen wollen gesehen haben, wie Personen mit Eisenstangen bewaffnet gegen Autos geprügelt haben.
Die Situation blieb lange unklar. Wegen der Meldung eines brennenden Fahrzeugs musste auch die Feuerwehr Traiskirchen ausrücken. Laut Erstinformation sollte sich bei Kilometer 19 in Fahrtrichtung Wien nach einem Verkehrsunfall mit fünf beteiligten Fahrzeugen ein Pkw in Brand befinden. Die Lage war unklar, eine Menschenrettung nicht ausgeschlossen.
Die ausgerückte Feuerwehr kollidierte allerdings auf der B17 bei der Anfahrt mit einem Pkw. Der Lenker des mit Blaulicht und Folgetonhorn ausgestatteten Einsatzfahrzeugs versuchte noch, die Kollision zu vermeiden, verriss dabei jedoch das Fahrzeug und prallte frontal gegen eine Verkehrsampel.
Während ein weiteres Feuerwehrfahrzeug die Fahrt Richtung Autobahn fortsetzte, leisteten die übrigen Einsatzkräfte umgehend Erste Hilfe und befreiten ihre Kameraden aus den Unfallfahrzeugen. Sechs Personen sollen leicht verletzt worden sein.
Während die Verletzten auf der B17 medizinisch versorgt wurden, meldete das auf die Autobahn vorgerückte Feuerwehrfahrzeug, dass an der angegebenen Stelle keine Unfallstelle auffindbar gewesen sei.
Gegenüber dem ORF konnte die Polizei mittlerweile auch bezüglich der Personen auf der Fahrbahn der A2 Entwarnung geben. Ein Konvoi von ausländischen Kennzeichen dürfte im Bereich der Autobahnausfahrt Traiskirchen geparkt haben. Bis zu 40 vermummte Personen seien dann zurück zur Autobahn gegangen.
Eine Polizeistreife habe aber die Menschen aber zurückdrängen können. Die Exekutive geht davon aus, dass es sich um Basketballfans aus dem Ausland gehandelt hat. Diese sollen sich auf dem Rückweg von einem Spiel aus Wien befunden haben.
Gegenüber dem ORF heißt es seitens der Polizei, dass weder Sachschäden noch verletzte Personen gemeldet worden seien. Die von einigen Anrufern gemeldeten "brennenden Fahrzeuge" dürften auf Fehlwahrnehmungen von pyrotechnischen Gegenständen zurückzuführen sein.