Oberösterreich

Anzeige auf Bus sorgt für Lacher – so kam es dazu

Fünf Monate vor dem Heiligen Abend stand auf der Anzeigetafel eines Busses "Frohe Weihnachten". "Heute" hat jetzt den Grund dafür erfahren. 
Johannes Rausch
31.07.2023, 16:54
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Ja ist denn schon Weihnachten? Das dachten sich Passanten, als sie am Freitagabend in der Nähe des Linzer Hauptbahnhofs die Anzeigetafel eines vorbeifahrenden Busses sahen: Wo gewöhnlich die Destination der Buslinie zu lesen ist, stand "Frohe Weihnachten". Nun wurden die Hintergründe über diesen durchaus amüsanten Vorfall bekannt.

"Irrtümlich bei Auswahl verdrückt"

"Mittlerweile konnten wir die Sache aufklären", erklärt ein Pressesprecher vom Oberösterreichischen Verkehrsverbund (OÖVV) gegenüber "Heute". "Der Lenker hat sich bei der Eingabe der Zieltext-Vorlage vertan. Eigentlich wollte er 'Betriebsfahrt' eingeben und hat sich leider irrtümlich verdrückt."

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„"Der Lenker hat sich bei der Eingabe der Zieltext-Vorlage vertan. Eigentlich wollte er 'Betriebsfahrt' eingeben und hat sich leider irrtümlich bei der Auswahl verdrückt." OÖVV-Pressesprecher“

Als der Buslenker auf das "Hoppala" (OÖVV) aufmerksam gemacht wurde, führte er seine Fahrt mit dem richtigen Zieltext 'Betriebsfahrt' fort.

Zum Geburtstag via Anzeigetafel gratuliert

Wie berichtet, ließ der OÖVV nicht zum ersten Mal mit einer kreativen Aktion aufhorchen: So gratulierte im vergangenen Jahr ein Busfahrer seiner Tochter Katja via Anzeigetafel zum Ehrentag: "Alles Gute zum Geburtstag liebe Katja", war in orangen Buchstaben zu lesen.

Diese Freiheit hat ein Lenker im November 2021 allerdings missbraucht. Er hatte "Impfen ist Mord" auf seinen Bus geschrieben. Der Fahrer wurde daraufhin fristlos entlassen.

Laut OÖVV gibt es eine Reihe an vorgefertigten Text-Vorlagen wie etwa "Frohe Weihnachten" oder "Frohe Ostern". Diese sind mit dem OÖVV und den Verkehrsunternehmen abgestimmt, sie dürfen von den Lenkern auch verwendet werden.

Hingegen sind Individuelle Botschaften auf den Regionalbussen – die im Auftrag des OÖVV unterwegs sind – weder erwünscht noch geduldet, so der Sprecher.

Eklat um Buslenker in NÖ

Von einem diskriminierenden Vorfall berichtete die bekannte Philosophin und Schriftstellerin Amani Abuzahra Ende letzter Woche auf Facebook: Sie sei im Postbus wegen ihres Kopftuches für eine Ausländerin gehalten und respektlos behandelt worden. Dabei sei sie selbst in Niederösterreich aufgewachsen. Die ÖBB wollen den Fall prüfen.